Gespräch

Mehr als Roboter: Lauterbach stellt Digitalisierungsstrategie für die Pflege vor

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INTERVIEW
Philine Sauvageot

Unterstützen, nicht ersetzen: Darin sieht der Pflege-Experte David Gutensohn das große Potential der Digitalisierung in den Pflegeberufen. Mehr Prävention durch Gesundheitsangebote auf dem Smartphone, weniger Bürokratie durch die digitale Patientenakte oder Sensoren, die bei Stürzen automatisch das Pflegepersonal alarmieren: Eine umfassende Digitalisierung biete nicht nur Pflegebedürftigen, sondern auch dem Gesundheitspersonal viele Vorteile.

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Den menschlichen Kontakt und empathischen Austausch könne die Technologie Allerdings nie ersetzen, sagt Gutensohn. Deshalb vermittelten die oft diskutierten Pflegeroboter zwar ein einfaches, aber falsches Bild von Digitalisierung.

Bis es soweit sei, müsse Deutschland aber einigen Rückstand aufholen. Das gelte unter anderem für die Versorgung mit schnellem Internet auf dem Land und bei Schulungen des Personals und der Pflegebedürftigen selbst. Von der von Digitalminister Volker Wissing (FDP) angekündigten Top-10-Platzierung sei man im Bereich Digitalisierung in der Pflege noch weit entfernt.

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