Freiburg Max Ruf: Überleben in der Fremdenlegion

Stolperstein in der Gerberau 6

Überleben in Zeiten der Verfolgung. Wer dies im Deutschland der Nazi-Zeit schaffen wollte, der brauchte mehr als nur Glück. Einem Freiburger Juden gelang das schier Aussichtslose – mit viel Intelligenz, Mut und Beharrlichkeit.

Kurzbiografie:

Max Ruf (*1898 in Sulzburg) war in mehreren Praxen in Freiburg und Umgebung als Zahnarzt tätig. Bereits 1933 wurde der Jude bei Verhören schwer misshandelt. Im Jahr 1936 entging er äußerst knapp der Festnahme. Max Ruf floh in die Schweiz. Er wurde nach Frankreich ausgewiesen. Nach Ausbruch des Krieges folgten dort Internierung, die Meldung zur Fremdenlegion sowie Lageraufenthalte in Nordafrika. 1949 kehrte Max Ruf nach Freiburg zurück. Bis zu seinem Tod im Jahr 1962 kämpfte er mit den Behörden meist vergeblich um einen angemessenen Ausgleich für sein geschädigtes Vermögen und seine beeinträchtigte Gesundheit. Sein Grab befindet sich auf dem Israelitischen Friedhof in Basel.

Ein Grabstein mit hebräischer Schrift und dem Namenszug Max Ruf (Foto: SWR, SWR - Hubert hagenmeyer)
SWR - Hubert hagenmeyer
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