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Der Säbelfechter Max Hartung aus Dormagen hat als mehrfacher Welt- und Europameister Aussichten auf eine Medaille im Einzelwettbewerb und mit der Mannschaft. Doch mehr noch beschäftigt ihn, dass die Spiele von Tokio anders sein werden als die in London und Rio: „Die „Große Party“ für alle Sportler fällt weg. Und da bin ich natürlich traurig – auch wenn ich das natürlich verstehe.“

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„Normalerweise hätte ich jetzt eine ganze Weltcup-Saison im Rücken“, sagt der Frontmann der deutschen Olympia-Athlet*innen über seine Situation vor den Olympischen Spielen von Tokio. „Aber es kommt jetzt gleich das Highlight – ein ganz anderes Gefühl als bei den anderen Olympischen Spielen.“

Doping – das ewige Problem


Hartung, der in Friedrichshafen ein Master-Studium (Soziologie, Politik & Wirtschaft) vorangetrieben hat, sieht Olympia inzwischen kritisch. Deshalb engagiert er sich seit Jahren sportpolitisch: „Das große Dinge war für mich der Skandal um die russische Mannschaft, die mit Hilfe vom Staat gedopt haben und die ganzen Regeln ausgehoben haben.“

Rainer Volk und Max Hartung (re.) (Foto: SWR)
Rainer Volk im Gespräch mit Max Hartung.

„Athleten Deutschland“ als Interessenvertretung

Um die Interessen der Hochleistungs-Sportler besser vertreten zu können, gründete Hartung vor einigen Jahren den Verein „Athleten Deutschland“, den er seither als Präsident anführt. „Es ging mir am Anfang darum, dass man von uns zwar erwartet, dass wir Medaillen holen“, erklärt Hartung sein Engagement, „aber wenn Entscheidungen getroffen werden für den Sport, dann sind wir Athleten ganz weit weg. Es gab eigentlich keine Alternative –da musste was getan werden.“

Gespräch Olympische Spiele von Tokio: Eine poetische, nachhaltige Architektur

Die Olympische Spiele von Tokio seien architektonisch auf Nachhaltigkeit getrimmt, erklärt der Architekturkritiker und Journalist Nikolaus Bernau in SWR2 Kultur Aktuell: „Man will eigentlich nicht neu bauen“. Stattdessen seien im Wesentlichen Bauten der Olympiade von 1964 renoviert worden und zuletzt ungenutzte Stadtgebiete wie stillgelegte Hafenanlagen reaktiviert worden. Einziger Neubau sei das Nationalstadion, entworfen vom Architekten Kengo Kuma, der viel Holz verwende und damit an traditionelle japanische Bauweisen anknüpfe: „Er hat eine wirklich sehr raffinierte Architekturhaltung entwickelt, die versucht einerseits sehr zurückhaltend zu sein und andererseits poetische Elemente einzubringen“, findet Bernau.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Gespräch Kampf um Medaillen und Gleichstellung – die Marathonläuferin Fabienne Königstein

Einmal bei Olympia den Marathon mitlaufen, das ist Fabienne Königsteins großes Ziel. Mit ähnlicher Geduld und Hartnäckigkeit engagiert sie sich für die Interessen von Athletinnen im männlich dominierten Profisport.  mehr...

SWR2 Tandem SWR2

Gespräch Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio: Sportlicher Spaß ohne Zuschauer

Olympia sei die beste Werbung für die Sportler und die beste Werbung für den Sport selbst. Denn wann würde man sich sonst so viele verschiedene Sportarten ansehen, meint der Historiker Prof. Wolfgang Behringer von der Universität des Saarlandes.
Am Freitag gehen die Olympischen Spiele in Tokio los, wegen Corona ohne Zuschauer*innen. Das sei kein Problem, findet Behringer. Der schwierigste Punkt sei, dass die Kommunikation zwischen den Sportler*innen, die in den Olympischen Dörfern stattfindet, wegfallen würde: „Da hat man Klagen gehört, dass sie sich kaserniert fühlen. Man konnte bereits Blicke in die Unterkünfte werfen, wo man sieht, dass die Sportler*innen teilweise auf sechs Quadratmetern logieren müssen und nicht nach draußen können“. Das mindere den Spaß zu einem erheblichen Teil, so Wolfgang Behringer.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Glosse Quäl dich: Gordon Kampe über Musik, Sport und Olympia

Gordon Kampe kennt es zu gut: Das Gefühl vieler Musiker*innen, sich für den Erfolg zu quälen, alles zu geben – und am Ende dann doch mit leeren Händen dazustehen. Warum muss es denn überhaupt Wettbewerb geben in der schönen Welt der Musik? Zum Auftakt der Olympischen Sommerspiele in Tokyo reflektiert er über den Sinn und Unsinn eines musikalischen Schneller-Höher-Weiter.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Sport Olympia 2021: Das Erbe von Fukushima

Vor den Augen der Welt soll die Region Fukushima nach der Katastrophe von 2011 rehabilitiert werden. Deswegen finden in der Präfektur Baseball- und Softball-Spiele statt. Aber wie viel bleibt von dieser Idee in Zeiten der Corona-Pandemie und wie steht es um den Wiederaufbau zehn Jahre nach der Katastrophe?  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Sport Neuseeländerin ist erste Transgender-Athletin bei Olympia

Die neuseeländische Gewichtheberin Laurel Hubbard, die ihr Geschlecht von männlich zu weiblich verändert hat, ist die erste Sportlerin, die offiziell als Transgender-Athletin an den Olympischen Spielen teilnehmen wird. Während die einen das als Sieg für alle Transgender feiern, kritisieren andere es als unfairen Wettkampf.  mehr...

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