Tagesgespräch

Lese-Schreib-Schwäche: Digitalisierung ist eine Herausforderung

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AUTOR/IN
Constance Schirra

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Weltweit können rund 800 Millionen Menschen nicht richtig lesen und schreiben. In Deutschland sind es rund sechs Millionen. "Für viele von ihnen war die Schulbildung Auslöser des Problems", sagte Jan Krüger vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Sie seien mit Situationen dort nicht zurechtgekommen und hätten die Schule vielfach ohne Abschluss verlassen. Aber auch längere Krankheiten in Verbindung mit Job-Verlust und gesellschaftlichem Rückzug könnten dazu führen, dass Menschen Schreib- und Lesekompetenzen verlören. Viele der Betroffenen hätten am Arbeitsplatz Strategien entwickelt, ihre Schwächen zu verbergen – sie arbeiteten etwa mit Eselsbrücken oder optischen Signalen. "Der digitale Wandel ist eine unglaublich große Bedrohung für Analphabeten, weil die klassischen Vermeidungsstrategien dort nicht mehr funktionieren - beispielsweise, wenn man Maschinen über ein Touchpad steuern muss, statt über einen Hebe"“, erläuterte Krüger. Was der DGB dagegen unternimmt und warum das aktuell gerade sehr schwierig ist, hören Sie im Interview.

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Constance Schirra