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Leben Totgesagte länger? Der neue Streit über Atomkraftwerke

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Werner Eckert diskutiert mit
Prof. Dr. Andreas Löschel, Energieökonom, Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Frank Uekötter, Wissenschaftshistoriker, Universität Birmingham
Prof. Dr. Veronika Wendland, Technikhistorikerin, Herderinstitut Marburg

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Die Deutschen sind, befragt man sie repräsentativ, gerade mal wieder für Kernkraftwerke – zumindest dafür, die bestehenden länger laufen zu lassen. Fragt man die Menschen an der Grenze zum geplanten Endlager der Schweiz, wären die Mehrheitsverhältnisse vermutlich anders.

Aber jenseits aller Stimmungslagen bei Parteien und Bevölkerung: Brauchen wir in der aktuellen Situation nicht jede Kilowattstunde Energie? Wären Kernkraftwerke da mindestens Teil einer Lösung?

Und vielleicht nicht nur im nächsten Winter, sondern mindestens die nächsten Jahre?

Gespräch Anti-Atomkraft-Initiative: Notfallplan von Habeck ignoriert mangelnde AKW-Sicherheit

Der Energie-Notfallplan von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, drei Atomkraftwerke während des Winters für einen Versorgungsnotfall am Netz zu lassen, ignoriere den beklagenswerten Zustand dieser Reaktoren, sagt Armin Simon, Sprecher der Anti-Atomkraftinitiative "Ausgestrahlt", in SWR2. Habeck setze sich damit über geltende Sicherheitsvorschriften hinweg.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Debatte um längere AKW-Laufzeiten: „Die letzten Zuckungen einer Industrie im Niedergang“

Ein Spaltpilz für die Ampel-Koalition: So ließe sich die Debatte um verlängerte Laufzeiten der drei letzten Atomkraftwerke in Deutschland beschreiben. Denn angesichts einer möglichen Energiekrise wollen FDP-Politiker*innen die Meiler länger laufen lassen – Grüne wie Wirtschaftsminister Robert Habeck widersprechen.
Im Gespräch mit SWR2 erklärt der Umwelthistoriker Frank Uekötter: „Es ist schon interessant, dass in dieser Debatte wenig von der Atomwirtschaft zu hören ist. Das liegt daran, dass es nur noch wenige Monate bis zum geplanten Ende der Atomkraft sind.“ Ein längerer Betrieb der Anlagen wäre „ein ziemlicher Ritt. Denn Wartungszyklen, der Vorrat an Brennelementen, die Sicherheitsinspektionen – auch die Stellenpläne“ seien auf ein Abschalten der Werke zum Ende des Jahres ausgerichtet. Uekötter fügte hinzu, dass durch einen Weiterbetrieb die Sicherheit der Werke gefährdet sein könnte.
Professor Frank Uekötter lehrt an der Universität Birmingham in Großbritannien. Er hat unter anderem das Buch „Im Strudel. Eine Umweltgeschichte der modernen Welt“ geschrieben.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Energieversorgung Das passiert, wenn ein AKW in Reserve geht

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat bei der Vorstellung der Ergebnisse eines zweiten Netz-Stresstests angekündigt, dass zwei Kernkraftwerke in Deutschland bis Mitte April 2023 als Notreserve dienen sollen, darunter Neckarwestheim. Was bedeutet „in Reserve gehen“?  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Energie Energiewende in Italien: Frieren zuhause hilft beim Energiesparen

Rund 40 Prozent der Energie kommen in Italien inzwischen aus Wasser, Wind und Sonne. Jede Gemeinde hat zumindest eine Anlage für erneuerbare Energie. Trotzdem ist Energiesparen ein großes Thema, schon seit Jahren bleiben im Herbst viele Wohnungen kalt.
Jochen Steiner im Gespräch mit Lisa Weiß, ARD-Korrespondentin in Rom  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Energie Energiewende in Frankreich: Atomstrom spielt zentrale Rolle

Frankreich setzt bei der Energieversorgung stark auf Kernkraft. Rund 70 Prozent des Stroms werden so gewonnen. Atomenergie soll weiter gestärkt werden. Aber auch Erneuerbare Energien sollen eine größere Rolle spielen.
Jochen Steiner im Gespräch mit Julia Borutta, ARD-Korrespondentin in Paris  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

SWR2 Feature | das ARD radiofeature Tom Schimmeck: Milliardengrab Atomkraft – Doku über unkalkulierbare Kosten

Ende 2022 gehen die letzten deutschen Atomkraftwerke vom Netz, gleichzeitig wird weltweit an neuen Formen der Atomenergie geforscht. Doch mit welchen Konsequenzen für die Zukunft?  mehr...

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