Gespräch

Lars Feld: Der Krise hinterhersparen wäre „fatal“

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Milliardenausgaben durch Corona — und dennoch wäre es „fatal“, wenn der Staat „der Krise hinterhersparen würde“, sagt der Ökonom Lars Feld. Noch sei die Schuldenquote weit von dem Stand zu Zeiten der Finanzkrise 2010 entfernt.

Außerdem verdient der Bund dank Negativzinsen sogar Geld, wenn er sich verschuldet. Daher sei es konjunkturpolitisch richtig, in der derzeit schwierigen Wirtschaftslage Defizite einzufahren, um dann, wenn es besser geht, wieder Überschüsse zu machen, meint Feld.

„Im Grunde macht man damit eine antizyklische Finanzpolitik wie sie uns Herr Keynes schon 1936 gelehrt hat“, so der Leiter des Freiburger Walter Eucken Instituts im Gespräch mit SWR2.

Gespräch Olaf Zimmermann, Deutscher Kulturrat: Ohne neue Finanzhilfen für die Kultur geht es nicht

„Die Lage ist nicht nur schlimm, sie ist dramatisch“, sagt Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats über die Lage der Kultur-Szene in der Corona-Pandemie. Umso wichtiger findet er die am Mittwoch, 27. Januar 2021, von Finanzminister Olaf Scholz angekündigten neuen Hilfsprogramme für Kulturveranstaltungen.  mehr...

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Tagesgespräch Olaf Scholz (SPD), Finanzminister: Corona: „Geben so viel Geld, wie wir dürfen.“

Bundesfinanzminister Olaf Scholz geht davon aus, dass die zusätzlich zur Verfügung gestellten zehn Milliarden Euro Corona-Hilfen für den November-Teil-Shutdown ausreichen. Im SWR Tagesgespräch sagte der SPD-Politiker, “Ja, und wenn es elf Milliarden würden, würden wir das auch noch schaffen“. Der Bundestag habe ausreichend Geld für Hilfen bewilligt. Im SWR sagte Scholz: “Wir geben so viel Geld, wie wir überhaupt nur dürfen“ und nach europäischen Regeln möglich sei, Außerdem seien die Unterstützungen im November für die besonders betroffenen Branchen wie Reiseveranstalter, Gastronomie und Kultur passgenau. Betriebe und Solo-Selbständige, die ab Montag für vier Wochen schließen müssen, sollen bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes des Vorjahresmonats als Ersatz bekommen. Selbst wenn der November des Vorjahres nicht als Referenzgröße herangezogen werden könne, gebe es ausreichend individuelle Lösungen.

Der Forderung nach einer über den 31.12.2020 hinaus verlängerten Mehrwertsteuersenkung erteilte der Bundesfinanzminister erneut eine Absage.  mehr...

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Tagesgspräch Wirtschaftsweiser Feld: Steuerschätzung "Schlag ins Kontor", Grundrente auf Prüfstand

Der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Lars Feld, rechnet bei der Steuerschätzung mit einem "gewaltigen Einbruch". Im SWR Tagesgespräch sagte Feld, das werde ein "Schlag ins Kontor". Jetzt müsse der Staat Unternehmen und auch Kommunen zielgenau unterstützen und dafür auch Schulden machen. Der Staat solle jedoch prüfen, ob er Vorhaben, wie z.B. die Grundrente noch umsetzen könne. Maßnahmen, die vor der Corona-Pandemie noch umsetzbar schienen, würden jetzt Bundes- und Landeshaushalte strukturell belasten. Jeder Euro müsse möglichst effektiv eingesetzt werden. "Es gibt eben bessere Möglichkeiten, die Konjunktur anzukurbeln, als eine Grundrente", sagte Feld im SWR. Bundesfinanzminister Scholz stellt an diesem Donnerstag die Frühjahrsprognose des Arbeitskreises Steuerschätzung vor. Nach Medienberichten müssen Bund, Länder und Kommunen wegen der Corona-Krise für 2020 mit rund 100 Milliarden Euro weniger Einnahmen rechnen als erwartet.  mehr...

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