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Die Union hat zum Auftakt des Superwahljahres 2021 einen heftigen Dämpfer erhalten. Das Umfeld sei „schwierig“ gewesen, meint der Politikwissenschaftler Thorsten Faas im Gespräch mit SWR2: „Das einzige, was man positiv verbuchen könnte, ist: Die Briefwahlbeteiligung hat es etwas abgepuffert“.

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Bundespolitisch eine interessante Perspektive

Bundespolitisch, betont der Experte, der an der Freien Universität Berlin lehrt, hätten die Landtagswahlen im Südwesten eine interessante Perspektive eröffnet, weil eine Ampel-Koalition nun als möglich erscheine. Faas wörtlich: „Diese Debatte zeigt, dass da Dynamik hereingekommen ist“. Allein das mache den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz glaubwürdiger.

Für den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet dagegen war der Wahlabend, nach Ansicht von Faas, schwierig: „Er stellt zumindest in Frage, dass er die Union dynamisch nach vorne führen kann“.

Die AfD ist trotz Wahlverlusten im Parteiensystem angekommen

Die Wahlverluste der AfD will Faas angesichts der fast monothematischen Debatte im Wahlkampf um die Corona-Beschränkungen nicht als Zeichen werten, dass die Partei auf dem absteigenden Ast sei: „Die AfD ist im Parteiensystem angekommen. Dass sie verschwinden wird, ist nicht prognostizierbar“.

Prof. Thorsten Faas stammt aus Idar-Oberstein. Er hat in Bamberg und London Politikwissenschaft studiert und hat an der Freien Universität einen Lehrstuhl im Fachbereich „Politische Soziologie der Bundesrepublik Deutschland“.

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