Künstlersozialkasse

Künstlersozialabgabe der Kultureinrichtungen soll 2023 auf fünf Prozent steigen

STAND
Künstlersozialkasse (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Daniel Karmann)
Die Künstlersozialkasse hat ihren Sitz in Wilhemshaven und wird mit Bundesmitteln finanziert. Daniel Karmann

Die Künstlersozialabgabe soll im kommenden Jahr auf fünf Prozent steigen. Wie das Bundesarbeitsministerium am 11. August in Berlin mitteilte, wurde ein entsprechender Verordnungsentwurf an die anderen zuständigen Ministerien sowie an Verbände zur Abstimmung weitergeleitet. Aktuell liegt der Abgabesatz der Künstlersozialabgabe an die Künstlersozialkasse (KSK) bei 4,2 Prozent.

Abgabensteigerung wird durch Bundesmittel begrenzt

Da es seit 2018 und auch während der schwierigen Phase der Corona-Pandemie keine Erhöhung gab, stellte der Bund laut Ministerium zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 117 Millionen Euro in den Jahren 2021 und 2022 bereit. „Angesichts der großen wirtschaftlichen Schäden in der Kunst- und Kulturwirtschaft infolge der Pandemie hätte der Abgabesatz für 2023 eigentlich auf 5,9 Prozent angehoben werden müssen", hieß es. Durch weitere Bundesmittel in Höhe von rund 58,9 Millionen Euro werde der Anstieg des Abgabesatzes im kommenden Jahr jedoch auf fünf Prozent begrenzt.

Mehrkosten für Kultureinrichtungen

Die Künstlersozialabgabe deckt Teile der Kosten für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung der freiberuflich Tätigen in Kunst-, Kultur- und Medienbranche. In der KSK sind derzeit rund 190.000 selbstständige Künstler und Publizisten pflichtversichert. Die Abgabe muss von allen Kultur- und Medieneinrichtungen aufgrund ihre Zahlungen an selbständige Künstler entrichtet werden. Das Haushaltsvolumen der KSK lag 2019 bei 1,15 Mrd. Euro, wovon 30 Prozent aus der Abgabe und 20 Prozent aus dem Bundeszuschuss stammen. Die andere Hälfte zahlen die Versicherten mit ihren Beiträgen.

Feature Unrentabel – Künstler oder Rentner

Wer denkt an die Rente, bevor man Rentner*in ist? Künstler*innen oft eher nicht. Vor allem wenn es Lebenskünstler*innen sind. Hier mal Musik gemacht, da was geschrieben. Woher kommt das Geld danach?  mehr...

SWR2 Feature am Sonntag SWR2

Brüggemanns Klassikkommentar Axel Brüggemann: Sparen im Opern- und Theaterbetrieb, aber wie?

Inflation, Ukraine-Krieg, Gas-Stopp – Schlagworte, die auch vor den Türen der Kultur nicht halt machen. Es gilt: sparen, aber wie? Das fragt sich auch Axel Brüggemann in seinem Klassikkommentar.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Südbaden

Mehr LED und weniger Ausstellungen Energiekrise: Museen in Südbaden und Basel wollen Strom sparen

Die steigenden Strompreise setzen auch Museen und Kunsthallen in der Region zu. Deswegen wollen die Häuser sparen. Ein Haus erwägt sogar, künftig weniger Ausstellungen zu zeigen.  mehr...

SWR4 BW aus dem Studio Freiburg SWR4 BW Südbaden

STAND
AUTOR/IN
SWR