Kulturförderung

Haushaltsausschuss des Bundes erhöht Kulturetat – Neuer Preis für Plattenläden

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Hand einer jungen Frau in Jeansjacke, die durch ein Kistenregal mit Schallplatten blättert. (Foto: IMAGO, IMAGO / Shotshop)
Der geänderte Haushaltsentwurf sieht auch Mittel für einen „Preis für Plattenläden“ (bis zu 500.000 Euro) vor. IMAGO / Shotshop

Für den Kulturetat des Bundes 2022 sollen deutlich mehr Mittel zur Verfügung stehen als bisher vorgesehen. Mehr als 120 Millionen Euro sollen etwa zusätzlich für Investitionen in Erhalt und Modernisierung von Kulturdenkmälern oder kulturellen Einrichtungen zur Verfügung stehen, heißt es in dem geänderten Haushaltsentwurf der Koalitionsfraktionen, der am Donnerstag beschlossen wurde.

Zusatzfinanzierung Denkmalpflege

Deutlich erhöht werden demnach unter anderem die Ausgaben für „Substanzerhaltung und Restaurierung von unbeweglichen Kulturdenkmälern von nationaler Bedeutung“. Hierfür stünden zusätzliche 66 Millionen Euro zur Verfügung, über deren endgültige Freigabe der Haushaltsausschuss entscheiden solle. Bisher lag der Ansatz bei 7 Millionen Euro.

Neuer „Preis für Plattenläden“

Auch das „Zukunftsprogramm Kino“ und die Förderung von Kultureinrichtungen würden aufgestockt, wie auch „Zuschüsse für Einrichtungen auf dem Gebiet der Musik, Literatur, Tanz und Theater“. Diese werden um mehr als 10 Prozent erhöht auf 55,3 Millionen Euro. Darunter fallen unter anderem Mittel für einen „Preis für Plattenläden“ (bis zu 500.000 Euro) oder „Vorhaben der Deutschen Rockmusik Stiftung, insbesondere für die Schaffung von Musikproduktionsräumen.“

Das Bundesjugendballetts bei einer Probe 2019 (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Fotograf: Christian Fürst)
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