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„Unser Tatort ist der Text“, sagt der Kriminologe Leo Martin über die Methode, durch Sprachanalyse Kriminalfälle zu lösen. Der Kriminologe und Sprach-Profiler, der zusammen mit seinem Kollegen Patrick Rottler soeben das Buch „Die geheimen Muster der Sprache“ verfasst hat, sagt im Gespräch mit SWR2: „Wir analysieren jeden Text auf verschiedenen Ebenen.“

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Grundsätzlich gelte die Devise: Je mehr Text desto besser. Martin verrät: „Die größte Aussagekraft haben Fehler, die systematisch auftauchen. Wir schauen uns an: Was ist typisch für einen Schreiber.“

Martin, der in München das Institut für Forensische Textanalyse leitet, hält es theoretisch für möglich, dass ein Täter einen perfekten Text formuliert, der keine Hinweise auf ihn enthält. Aber er ist sich auch sicher: „Unterm Strich bleibt immer genug übrig für eine Analyse.“

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