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INTERVIEW

Als „innerliches Ausbluten“ der Kreativität beschreibt der neue Kulturberater des Landes Rheinland-Pfalz, Bartel Meyer, die Lage vieler Künstler*innen, die sich nach über einem Jahr Corona-Pandemie immer noch ohne Publikum zurechtfinden müssen. Seit Januar 2021 sollen Meyer und ein Kollege Unterstützung und Informationen über Hilfen bieten.

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Das Kulturbüro Rheinland-Pfalz, das zwei Kulturberater umfasst, ist Anlaufstelle für Künstler*innen und Vereine, die durch die Pandemie in Existenznot geraten sind, sagt Meyer. Es biete konkrete Hilfen zum Beispiel bei der Antragstellung für Hilfsgelder.

Neue Lage für viele Künstler*innen

Viele Künstler*innen hätten ihren Lebensunterhalt bisher mit ihren Honoraren bestritten und seien nun erstmals in der Lage Anträge ausfüllen zu müssen — das fiele vielen nicht leicht, erklärt er.

Er selbst kenne sich aus seiner 20-jährigen Zeit als weltweit tätiger Künstler gut mit Bundesprogrammen aus, auf Landes- und Regionenebene hätte ihm nun die gute Einarbeitung durch die Kollegen vor Ort geholfen, den Überblick über Förderprogramme zu bekommen.

Rheinland-Pfalz legt Förderprogramme auf

Gerade Projektstipendien für Künstler*innen seien hervorragend geeignet,um in der Coronazeit zu helfen. Auch die zweite Kulturmilliarde des Bundes für die Kreativwirtschaft soll in Kulturprogramme gegossen werden. Wenn diese Programme aktiv sind, finde man sie auf der Corona-Förderliste des Kulturbüros.

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