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Russland hat in der syrischen Hauptstadt Damaskus eine Konferenz initiiert, bei der es auch um die Rückkehr von Geflüchteten nach Syrien gehen soll. Als „relativ stabil“ bezeichnet die russische Regierung die Lage in Syrien. Dabei sei eine solche Rückkehr für die Menschen alles andere als sicher, sagt Syrien-Expertin Kristin Helberg in SWR2.

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Rückkehrende verschwinden spurlos

„Nach Syrien abschieben kann man nicht. Keine Partei kann in Syrien für Sicherheit garantieren, auch Russland nicht oder die UN“, sagt Kristin Helberg. Die Menschen in Syrien würden in ständiger Angst vor willkürlicher Verhaftung leben. Hunderte Rückkehrerinnen und Rückkehrer habe das syrische Regime seit 2014 verschwinden lassen, berichte das syrische Netzwerk für Menschenrechte.

Russlands Interesse an der Rückkehr von Geflüchteten sei, das Assad-Regime zu rehabilitieren. Das Angebot von Putin an den Westen laute: Ihr könnt eure geflüchteten Syrerinnen und Syrer loswerden, dafür finanziert ihr den Wiederaufbau des Landes. Der Kern Europas sage jedoch nach wie vor: Dieses Regime ist kein Partner für den Wiederaufbau und die Wiedereingliederung von Geflüchteten.

Kristin Helberg ist Journalistin und Autorin, zuletzt erschien von ihr „Der Syrien-Krieg: Lösung eines Weltkonflikts“.

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