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Klimaneutralität erfordert internationale Kooperation: Rat für nachhaltige Entwicklung mit Angela Merkel und John Kerry

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„Klimaneutralität kann man nicht als Land erreichen“, sagt Prof. Imme Scholz in SWR2, stellvertretende Vorsitzende des Rats für nachhaltige Entwicklung, „das ist notwendig eine planetare, eine internationale Aufgabe.“ Auch weil jedes Land dabei auf ganz unterschiedliche Ressourcen zurückgreifen müsse, sei internationale Zusammenarbeit erforderlich, ebenso wie die Vernetzung verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen. An der 20. Jahrestagung des Rates nehmen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Klimberater von US-Präsident Biden, John Kerry, teil.

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Um Klimaneutralität zu erreichen, so Imme Scholz, müssten jetzt die Weichen gestellt werden für einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien, mehr Investitionen in Energie-Effizienz und neue Technologien wie Wasserstoff, aber auch in eine veränderte Form der Landnutzung.

Nicht minder wichtig sei ein sozialer Ausgleich für schrumpfende Branchen. Imme Scholz: „Wenn man das nicht sozial abfedert, auch in neue Beschäftigungsmöglichkeiten investiert, macht so eine Gesellschaft das auch nicht gut mit.“

Das Maß für den Erfolg werde man dabei vermutlich an die schwierigen globalen Bedingungen anpassen müssen. Während sie mit Blick auf die Entwicklung in Deutschland eher optimistisch sei, so Scholz, zeigten die Folgen der Pandemie, die viele Länder enorm zurückgeworfen hätten, welche Probleme auch beim Erreichen der Klimaneutralität zu bewältigen seien.

Prof. Imme Scholz ist stellvertretende Vorsitzende des deutschen Instituts für Entwicklungspolitik mit Sitz in Bonn.

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