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Distanz zum Schuldkomplex durch die Literatur

Was kann ich als Einzelne*r tun gegen die Klimakrise, und was bringt es, wenn ich extra mein ganzes Leben für das Klima umkremple? Diese Fragen können umweltbewusste Menschen sogar daran hindern, ihr Leben klimafreundlicher zu gestalten.

Dabei gehe es nicht um die Schuldfrage des Einzelnen, denn die Klimakrise sei ein politisches Problem, sagt der Literaturkritiker Martin Zähringer. In der Literatur könne man lernen, wie man ein bisschen Distanz zu diesem Schuldkomplex gewinnen kann.

Climate Fiction gibt ein globales Lagebild der Klimakrise

In SWR2 empfiehlt Zähringer dafür Bücher unter anderem von Helene Bukowski und Roman Ehrlich. Climate Fiction stelle oft dar, was uns in der Klimakrise erwartet. Diese Literatur gäbe ein globales Lagebild der Klimakrise, und zwar „aus der Sichtweise verschiedener Klimakulturen“.

In Berlin findet vom 4. bis 6. Dezember 2020 das erste Internationale Climate Fiction Festival statt. Es stellt Bücher vor, die sich mit der Klimakrise befassen. Martin Zähringer ist der künstlerische Leiter des Festivals. Als Literaturkritiker schreibt er seit vielen Jahren über das Thema Cli Fi.

Buchtipps zur Climate Fiction

Buch der Woche Helene Bukowski - Milchzähne

In surrealen Bildern entwirft die 26 Jahre alte Autorin Helene Bukowski in ihrem Debüt „Milchzähne“ eine düstere dystopische Parabel auf die Abschottungs-Phantasien unserer Gegenwart.

Blumenbar Verlag
ISBN: 978-3-351-05068-9
256 Seiten
20 Euro  mehr...

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Buch der Woche Roman Ehrlich - Malé

Roman Ehrlichs Roman „Malé“ beschreibt die vermüllten Malediven nach der Klimakatastrophe. Der Meeresspiegel steigt – und ein paar seltsam gescheiterte Existenzen wollen dem Weltuntergang beiwohnen.  mehr...

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Lesung Daniela Danz - Du bist ans Ende der Welt gereist

Tief hinein in die „Wildniß“ führt der neue Lyrikband von Daniela Danz. Für Auszüge daraus erhielt sie im letzten Jahr den Preis für „Nature Writing“. Wir lesen heute zwei Prosagedichte daraus vor. Das erste Gedicht heißt „Du bist ans Ende der Welt gereist“ und führt in den slowakischen Buchenurwald Stužica. Allerdings braucht man daran gar nicht so notwendig zu denken. Man kann sich von Daniela Danz einfach mitnehmen und an einem feinen Erzählfaden durch unwegsames Gelände führen lassen – welches Gelände auch immer man sich dabei vorstellen mag. Das zweite Gedicht heißt „Komm Wildnis in unsere Häuser“, und es lockt die Wildnis geradezu herbei. Gedicht aus dem Band "Wildniß" Wallstein Verlag, 86 Seiten, 18 Euro ISBN 978-3-8353-3833-3  mehr...

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Sachbücher zur Klimakrise

Buchkritik Kathrin Hartmann - Grüner wird's nicht. Warum wir mit der ökologischen Krise völlig falsch umgehen

Ohne soziale Gerechtigkeit ist der Klimawandel nicht zu stoppen. Rezension von Gerhard Klas. Blessing Verlag ISBN 978-3-89667-661-0 174 Seiten 14 Euro  mehr...

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Sachbuch Genug gequatscht: Glasklare Vorschläge von Bernward Gesang zur Lösung der Klimakrise

Der Ton des Mannheimer Philosophen und Wirtschaftsethikers Bernward Gesang lässt an Deutlichkeit wenig zu wünschen übrig. Viel zu sehr hätten wir uns bislang verzettelt in Diskussionen. Offenbar sei die Bedrohung der Klimakrise einfach zu abstrakt beziehungsweise der Mensch zu doof.  mehr...

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