Freiburg Karl-Hermann Emter: Er überlebte vier KZ

Stolperstein in der Gundelfingerstraße 47

Zu den Verfolgten des NS-Regimes gehörten auch die Zeugen Jehovas wie der Gipsermeister Karl-Hermann Emter.

Kurzbiografie:

Karl-Hermann Emter (*1904), Zeuge Jehovas und Gipsermeister, überlebte Gefängnis sowie insgesamt 8 Jahre in den Konzentrationslagern Dachau, Mauthausen, Flossenbürg und Buchenwald. Nur mit viel Glück und vermutlich viel Anpassungsfähigkeit entging er der Deportation in ein Todeslager.

Der Vater von vier Söhnen und zwei Töchtern verfügte über großes handwerkliches Geschick. Das machte ihn für die Schergen der SS zum "Nützling".

Nach dem Krieg engagierte sich Karl-Hermann Emter zunächst erneut für die Zeugen Jehovas. In der Zeit der Währungsreform begann er dann mit dem Aufbau eines erfolgreichen Geschäftes. Er baute Häuser, was von seinen Glaubensbrüdern nicht gern gesehen wurde. Emter wurde 86 Jahre alt, er starb 1990 im badischen Müllheim.

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