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2010 stellte Julian Assange hunderttausende diplomatische Berichte, die amerikanische Botschaften aus aller Welt für das Außenministerium geschrieben hatten, auf die Internetplattform „Wikileaks“.

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„Ich hab immer die Auffassung vertreten, wenn man Julian Assange allein für die Publikation dieser Unterlagen anklagen wollte, dann müsste man auch mich als ehemaligen Chefredakteur des ‚Spiegel‘ und Alan Rusbridger als ehemaligen Chefredakteur des ‚Guardian‘ beispielsweise anklagen“, sagt Georg Mascolo, Leiter des Rechercheverbunds von NDR,WDR und SZ, in SWR2 am Morgen.

Transparent Freiheit für Julian Assange (Foto: Imago, imago images/imageBROKER/Karl F. Schöfmann )
Aktivist*innen fordern Freiheit für Julian Assange. Imago imago images/imageBROKER/Karl F. Schöfmann

Journalismus ist keine Spionage

Die neue Anklage sei eine Anklage wegen Spionage, ihm solle der Prozess gemacht werden, weil er solches Material entgegengenommen und publiziert habe.

„Für die Publikation solcher Unterlagen als Spion verurteilt zu werden, wäre eine Grenzüberschreitung mit hochgefährlichen Konsequenzen für den Journalismus an sich“, so Mascolo.

Georg Mascolo war bei der Enthüllung auf Wikileaks Chefredakteur des „Spiegel“ und hat zusammen mit dem „Guardian“ und der „New York Times“ die entsprechenden Artikel zu den enthüllten Depechen publiziert.

Archivradio Vor 10 Jahren: WikiLeaks zum ersten Mal in deutschen Nachrichten

Verräter oder Whistleblower? Ein Video, auf dem US-Soldaten aus einem Hubschrauber schießen und das wie bei einem Video-Spiel kommentieren – das waren 2010 die ersten Enthüllungen der Plattform WikiLeaks, über die auch in Deutschland berichtet wurde. Ein Rückblick auf die Anfänge von WikiLeaks und dessen Gründer Julian Assange.  mehr...

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3.12.2010 | Noch gebeutelt von der Weltfinanzkrise gibt sich Island eine neue Verfassung und beruft sich in seinen Werten und anderem auf WikiLeaks-Chef Julian Assange. Am 3. Dezember 2010 berichtet darüber Korrespondent Philip Boerger.  mehr...

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