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In der Coronakrise bekommen die Beschäftigten der Pflegebranche allabendlich Applaus, aber nach wie vor wenig Geld. Ihr Beruf gehört zu den systemrelevantesten und genießt dennoch wenig Ansehen.

„Pflege stand immer im Schatten der Medizin“, erklärt Professor Michael Ewers im Gespräch mit SWR2. Pflege werde als Tätigkeit wahrgenommen, die jeder machen könne. Michael Ewers leitet das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Berliner Charité.

In einer Studie hat er das Ansehen der Pflegeberufe international verglichen und kommt zu dem Ergebnis: In Deutschland hapert es nicht nur an der Bezahlung. Etwa in Skandinavien oder Großbritannien habe der Beruf ein höheres Ansehen, auch weil „die Pflege Aufgaben wahrnehme, die in Deutschland von Ärzt*innen wahrgenommen werden“. Ewers ist skeptisch, ob die Coronakrise etwas ändern werde, die Politik müsse Strukturen ändern.

Am 12. Mai 2020 ist Internationaler Tag der Pflegenden, weil die Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege, die Krankenschwester Florence Nightingale, vor 200 Jahren an diesem Tag geboren wurde.

Medizingeschichte Florence Nightingale – Ikone der modernen Krankenpflege

Florence Nightingale (1820 - 1910) widmete ihr Leben dem Aufbau einer modernen Krankenpflege. Im Krimkrieg pflegte sie ab 1854 verwundete Soldaten – ungewöhnlich für eine Frau der britischen Oberschicht. Ihr Geburtstag am 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflege.  mehr...

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Gespräch Internationaler Tag der Pflegenden: Bessere Strukturen für bessere Pflege

In der Coronakrise bekommen die Beschäftigten der Pflegebranche allabendlich Applaus, aber nach wie vor wenig Geld. Ihr Beruf gehört zu den systemrelevantesten und genießt dennoch wenig Ansehen.  mehr...

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