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Kinder brauchten dringend eine Lobby, fordert die Kindheits- und Jugendforscherin Sabine Andresen im SWR2 Journal am Mittag. Anlass ist die Veröffentlichung des „Children's Worlds-Report“ am kommenden Montag.

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Studie befragt Kinder aus aller Welt

In der Studie sind weltweit rund 3.000 Kinder im Alter zwischen 8 und 12 Jahren nach ihrem subjektiven Wohlbefinden befragt worden. Dabei habe sich gezeigt, so Andresen, dass die Familie in allen Ländern und allen Altersgruppen eine ganz entscheidend Rolle spiele.

Das subjektive Wohlbefinden der Kinder in den Familien werde allerdings durch Armut getrübt: „Kinder, die sich Sorgen machen müssen über die finanziellen Möglichkeiten ihrer Eltern, sind weniger zufrieden mit ihren eigenen Leistungen in der Schule und fühlen sich weniger sicher.“

Was fehlt, sind Lösungsstrategien

Bis heute fehle eine systematische Strategie, die das Leben der Kinder in den Blick nehme, betonte die Pädagogikprofessorin: „Das ist ein dickes Brett, das noch zu bohren ist, und ich hoffe sehr, dass die Studie einen Beitrag dazu leisten kann.“

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