Gespräch

Integration ukrainischer Schüler und Schülerinnen: „Das wird unser Schulsystem schaffen“

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Karin Prien (SPD) geht fest davon aus, dass die Integration der aus der Ukraine geflüchteten Schüler und Schülerinnen in unser deutsches Bildungssystem gelingen wird. Das sagt die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK) und schleswig-holsteinische Bildungsministerin in SWR2.

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Die Kultusministerkonferenz hat im März eine sogenannte Task-Force eingerichtet, in der alle 16 Bundesländer vertreten sind und die die Integration steuern und begleiten soll. Diese Task-Force unter Vorsitz des ehemaligen rheinland-pfälzischen Bildungsstaatssekretärs, Hans Beckmann, beschäftige sich etwa mit der Frage, wie Fachkräfte, also Lehrer und Lehrerinnen aus der Ukraine, schnell und unbürokratisch an unseren Schulen eingesetzt werden könnten.

Außerdem führten die Mitglieder des Gremiums Gespräche mit der ukrainischen Regierung und unserer Bundesregierung über die Anerkennung von Schulabschlüssen und die Frage, wie es danach weiter gehen könne mit Möglichkeiten der Ausbildung oder des Studiums. „Da macht es Sinn, dass das nicht jeder für sich tut, sondern dass man das in der Task-Force gemeinsam macht“, so Prien.

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Der Krieg in der Ukraine treibt Millionen Menschen in die Flucht. Auch im Südwesten kommen vermehrt Geflüchtete an, darunter viele Kinder. Eine Herausforderung für Schulen, denn die Kinder sollen möglichst schnell zur Schule gehen. Wie kann das gelingen und wo liegen noch Probleme?
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Tagesgespräch Berufsforschungsinstitut (IAB): Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt erst nächstes Jahr möglich

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) geht davon aus, dass die Integration ukrainischer Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt erst im nächsten Jahr im großen Maßstab erfolgen kann. "Die allererste Hürde ist die Registrierung, weil ohne Registrierung existieren wir in Deutschland de facto nicht. Das bedeutet wir haben keinen Zugang zu Leistungen, nicht zu einer Unterkunft und sie können ihre Kinder auch nicht in die Schulen bringen", so der der Leiter des Forschungsbereichs "Migration, Integration und internationale Arbeitsmarktforschung" am IAB, Herbert Brücker, im SWR-Tagesgespräch.
Hinzu komme, dass etwa 50 Prozent der Geflüchteten Kinder seien und die Frauen deshalb in der Regel eine sehr große Belastung durch Betreuungsaufgaben hätten. Brücker geht aber davon aus, dass das Ausbildungsniveau der Ukrainerinnen in der Regel "ziemlich gut" ist. "Wir haben schon in der Vergangenheit in der Bevölkerung aus der Ukraine einen Anteil von etwa 50 Prozent Hochschulabsolventen und -Absolventinnen gehabt. Wir wissen, dass die jungen Ukrainerinnen und Ukrainer auch sehr gut ausgebildet sind", so Brücker. Die arbeitsmarktliche Integration der Ukrainer sieht Brücker dementsprechend in unterschiedlichen Segmenten, sowohl bei den gelernten als auch ungelernten Berufen.  mehr...

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Die beiden ukrainische Teenager Maria und Yulia sitzen konzentriert beim Unterricht - im Esszimmer ihrer Gastgeber in Börtlingen bei Göppingen. Ihrer Lehrerin unterrichtet per Video von der Ukraine aus, zumindest dann, wenn dort nicht gerade die Sirenen heulen.  mehr...

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