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„Die neuen Bund-Länder-Beschlüsse geben uns einen Teil der Verantwortung zurück“, sagt Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbundes. Es komme jetzt darauf an individuelle Lösungen zu finden, weil Museen sehr unterschiedlich aufgestellt seien und regional sehr unterschiedliche Bedingungen herrschen. Auch die länderspezifischen Lösungen im Stufenplan zur Öffnung von Kultureinrichtungen befürwortet Köhne, „weil sie den Museen wieder Flexibilität ermögliche, die in letzter Zeit gefehlt habe“. Hinzu komme, dass man den Betrieb eines Museums sicherer organisieren könne als einen Baumarkt, so Köhne: „Insofern kann man da schon fragen, nach welchen Maßstäben gemessen wird“.

Gespräch „Museumssterben verhindern“ fordert der Präsident des Deutschen Museumsbundes

Gerade zum Lockdown seien Museen wichtiger denn je, sagt Eckart Köhne, Direktor der Badischen Landesmuseums und Präsident des Deutschen Museumsbundes im Gespräch mit SWR2. Er bedauert den am 30. Oktober 2020 gefassten Beschluss der Kultusminister*innen, auch die Museen zu schließen und fordert finanzielle Unterstützung analog zu anderen Wirtschaftsbereichen.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Gespräch Beschlüsse des Bund-Länder Gipfels: Die Kultur zieht vor Gericht

Viele Kulturschaffende sehen die Corona-Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels kritisch – so auch der Anwalt Wolfram Hertel, der die Initiative „Aufstehen für die Kunst“ vertritt: „Wir sind enttäuscht, die Kultur kommt wieder einmal zuletzt, wir haben immer gesagt: die Kultur waren die Ersten, die zugemacht haben und sie können nicht die letzten sein, die wieder aufmachen.“
„Aufstehen für die Kunst“ will nun offenbar eine Klage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einreichen, weil „die Kunstfreiheit ein besonderes Grundrecht im Grundgesetz“ sei, ähnlich wie die Religionsausübung sei sie nicht durch ein einfaches Gesetz beschränkbar, so Hertel im Gespräch mit SWR2. Das werde bei den Öffnungsszenarien nicht ausreichend berücksichtigt. Zudem verweist Hertel auf eine Studie aus dem Herbst 2020, die das Infektionsrisiko bei Besuchen der Bayerischen Staatsoper untersucht hat – „wir können nachweisen, dass vom Besuch keine Gefährdung ausgeht. Aber das wird ignoriert.“  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Corona Studie vom Fraunhofer Institut: Nur geringes Ansteckungsrisiko in der Fruchthalle Kaiserslautern

Das Coronavirus verbreitet sich unter anderem über die Atemluft. Orte, an denen mehrere Menschen zusammenkommen, sind während der Pandemie deshalb problematisch. Gleichzeitig sind dies die Räume, die schmerzlich vermisst werden: Theatersäle, Konzerthäuser, Opernfoyers. Wie sicher solche Orte mit speziellen Hygienemaßnahmen sein können, hat jetzt das Fraunhofer Institut bei einem Streaming-Konzert in der Fruchthalle Kaiserslautern untersucht. Die Bühne war dabei voll besetzt mit zuvor getesteten Musikern. Im Publikum aber saß nur eine ganz besondere Puppe. Das Ergebnis: Die Ansteckungsgefahr ist sehr gering.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Corona-Pandemie Körperwärme hilft, Konzertbesucher*innen vor Aerosolen zu schützen

Dass Musizieren unter bestimmten Voraussetzungen in Konzertsälen auch unter Pandemie-Bedingungen weitgehend sicher ist, haben verschiedene Studien gezeigt. Doch was ist mit dem Schutz des Publikums? Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut ist der Frage nachgegangen.  mehr...

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