Tagesgespräch

ICAN: Ohne Atomwaffen sähe der Ukraine-Krieg anders aus

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Das international renommierte Bündnis gegen Atomwaffen ICAN hofft darauf, dass sich die Atommächte ebenso wie Deutschland in nicht allzu ferner Zukunft einem Vertrag zum Verbot von Nuklearwaffen anschließen. Im SWR2 Tagesgespräch sagte das ICAN-Vorstandsmitglied Florian Eblenkamp, der Ukraine-Krieg habe einmal mehr verdeutlicht, dass mit Atomwaffen keine Politik gemacht werden könne, stattdessen handele es sich um Massenvernichtungswaffen.

"Das Szenario könnte zum Beispiel sein, dass in einer Konfliktsituation einfach aus Versehen eine Atomwaffe eingesetzt wird, die dann einen Gegenschlag verursacht und dann im Armageddon enden würde“, so Eblenkamp. Zudem sei es weiterhin möglich, dass der russische Präsident den gezielten Einsatz einer Atombombe als Ausweg in Betracht ziehen könne. Mit dem Ukraine-Krieg sei einmal mehr deutlich geworden, dass das Prinzip der Abschreckung nicht funktioniere.

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