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IAEA tagt zum Iran-Atomabkommen: „Die Lage ist fragil“

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Bei der Sitzung des Gouverneursrats der Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) in Wien wird es auch um das Atomabkommen mit dem Iran gehen – am Wochenende des 11. und 12. Septembers 2021 hatten beide Seiten sich darauf geeinigt, dass IAEA-Inspektoren wieder Zugang zu einigen Aufzeichnungsgeräten erhalten sollen, um sie zu reparieren und digitale Speichermedien auszutauschen.

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Das sei ein politisch wichtiger Schritt, „eine Notlösung, es hält die Hoffnung auf eine Einigung am Leben“, erklärt Oliver Meier vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) im Gespräch mit SWR2. Der Experte für die Kontrolle von Massenvernichtungswaffen sagt, dass Iran so habe erkennen lassen, dass es ein Interesse an einer Zusammenarbeit habe. Dennoch sei die Lage fragil, auch weil die Verhandlungspartner des Atomabkommens – unter anderem die USA – die Geduld verlieren würden.

Seit einigen Monaten wird auf diplomatischen Wegen versucht, das Atomabkommen von 2015 zu retten, durch das der Bau iranischer Atomwaffen verhindert werden sollte. Die USA hatten das Abkommen 2018 unter der Regierung Trump einseitig aufgekündigt und massive Sanktionen verhängt.

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