Gespräch

Hildegard Bentele (EVP) zum Gasnotfallplan der EU: „Ein typischer EU-Kompromiss“

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Doris Maull

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„Es ist ein sehr wichtiges Signal, dass die EU-Energieminister sich mit dem Thema Gaseinsparungen beschäftigen“, sagt Hildegard Bentele, Abgeordnete der EVP im EU-Parlament. Die verbindlichen Einsparungen seien nur die allerletzte Keule, wichtiger sei der kontinuierliche Austausch darüber, wo die Mitgliedsstaaten einander aushelfen könnten.

Energieversorgung So sieht der Notfallplan Gas aus

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die zweite Krisenstufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Grund dafür seien die seit Mitte Juni 2022 bestehenden Kürzungen der russischen Gaslieferungen. Was sieht dieser Notfallplan genau vor?  mehr...

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Gespräch Gerd Landsberg: Bei Gasnotstand in Städten und Gemeinden Energie einsparen

Ob die meisten Deutschen wirklich gelassen darauf reagieren, wenn im Herbst Gas und Strom eingespart müssen? Entsprechende Hoffnungen von Wirtschaftsminister Robert Habeck seien "löblich", sagt der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, in SWR2. Er selbst sei allerdings skeptisch.
Schon der Vorschlag, in öffentlichen Gebäuden die Temperatur um ein Grad abzusenken, ernte hasserfüllte Reaktionen. Dabei könne man mit jedem Grad etwa sechs bis sieben Prozent der Energie sparen, so Landsberg. Wichtig allerdings sei, dass Kommunen solche Maßnahmen den Bürgerinnen und Bürgern verständlich machten und die schwierige Lage verdeutlichten.
Kommunen und Gemeinden müssten nun gründlich prüfen, wie sie Energie im Notfall einsparen könnten, ob Theater nachts wirklich angestrahlt werden müssten, ob sich der Betrieb von Ampelanlagen oder der Straßenbeleuchtung nachts reduzieren lasse. Auch frage sich, ob in Verwaltungsgebäuden im Sommer warmes Wasser zur Verfügung stehen müsse. Das sei aber in jedem Einzelfall zu bewerten.  mehr...

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Tagesgespräch Energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion Andreas Jung: Wenn es einen Gasnotstand geben sollte, geht es ans Eingemachte

Der energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Andreas Jung, fordert eine bessere und vor allem schnellere Vorbereitung auf einen möglichen Gasnotstand. Die Bundesregierung müsse jetzt handeln. Denn wenn das Gas im Herbst tatsächlich ausbleibe,"geht es ans Eingemachte", sagte Jung im SWR2 Tagesgespräch. "Dann wird es eine weitere Preisexplosion geben. Das würde unsere Gesellschaft insgesamt auf eine harte Probe stellen", so Jung.
Die bisher von der Bundesregierung eingeleiteten Maßnahmen seien zwar gut und deshalb auch von den Unionsparteien mitgetragen worden, dennoch sei einiges liegen geblieben, was dringend erledigt werden müsse. "Wir brauchen jetzt Gutscheine für Privathaushalte, um massenhafte Heizungsoptimierung anzuregen, die Regierung hat vor Wochen angekündigt eine Auktion für freiwillige Einsparungen in der Industrie, die soll irgendwann im Herbst kommen, dann könnte es zu spät sein.“.
Zudem forderte Jung eine bessere Koordinierung der Maßnahmen sowohl bundes- als auch europaweit. Als gutes Beispiel nannte Jung in diesem Zusammenhang den von Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) Ende Juli geplanten Energiegipfel für Kommunen und Unternehmen im Südwesten. "Ich finde es richtig, dass Kretschmann so etwas macht, und es wäre noch besser, Habeck und Scholz würden es auch tun", so Jung.  mehr...

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