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Die Wahl von Armin Laschet zum CDU-Vorsitzenden stärke die Wahrscheinlichkeit, dass CSU-Chef Markus Söder Kanzlerkandidat der Union wird – im Gespräch mit SWR2 weist der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke auf Laschets niedrige Umfragewerte im Zusammenhang mit dessen Corona-Politik hin. Lucke meint: „Von den enorm schlechten Werten wird er nicht wegkommen; er ist Vorsitzender geworden, aber er wird nicht Kanzlerkandidat werden“.

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Merz' grotesker Auftritt nach seiner Niederlage

Den Auftritt des unterlegenen Kandidaten beim digitalen CDU-Parteitag am Samstag wertet Lucke als Fall von „Narzissmus“: „Allein die Vorstellung, man wird nach einer zweiten krachenden Niederlage Wirtschaftsminister ist grotesk.“

Das Problem für Laschet sei nun die Einbindung des gesamten Merz-Flügels der Partei: „Eine Mammutaufgabe“, so Lucke, der Redakteur bei den „Blättern für deutsche und internationale Politik“ ist. Denn dessen Anhänger*innen seien „unverbesserlich“ und hätten nun „einen Rochus gegen Laschet“ weil Merz vom Establishment der Partei zum zweiten Mal von der Spitze ferngehalten worden sei.

Integration der verschiedenen Flügel als Mammutaufgabe

Bei den Neoliberalen der Partei habe Merz fast den Status eines Heiligen, der fast nichts falsch machen kann. Lucke wörtlich: „Es gibt fast eine Affenliebe der CDU für Merz. Laschet hätte Friedrich Merz in seine Grenzen weisen müssen“. Dass Laschet dazu nicht den Mut gehabt habe, zeige seine Autoritätsschwäche.

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Michael Risel diskutiert mit
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Prof. Dr. Andreas Rödder, Historiker, Universität Mainz  mehr...

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