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INTERVIEW

„Innerhalb der Stuttgarter Zivilgesellschaft hat sich als Folge der Proteste einiges geändert", sagt die Stuttgarter Soziologin Julia von Staden in SWR2 am Morgen.

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Stadtgesellschaft nachhaltig geprägt

Die Menschen und Organisationen seien besser miteinander vernetzt und auch wachsamer, wenn es z. B. um Umweltschutzthemen gehe wie Feinstaub oder Klimawandel. „Und im Zuge der Bewegung gegen 'Stuttgart 21' sind viele ökologische und basisdemokratische Initiativen entstanden oder erst so richtig groß geworden und das hat sie soziale, engagierte Stuttgarter Stadtgesellschaft nachhaltig geprägt", so von Staden.

Stärkebeweis läuft aus dem Ruder

Und auch wenn Stuttgart 21 „too big to fail“ war, sei dennoch die Hoffnung geblieben, mit Protesten etwas tun zu können. Als „schwarzer Donnerstag“ wird der 30. September 2010 bezeichnet, als die Polizei bei den Protesten gegen „Stuttgart 21“ mit Schlagstöcken, Wasserwerfern und Pfefferspray gegen Schüler*innen und Parkschützer*innen vorgingen. Der Staat hatte Stärke zeigen wollen, doch der Polizeieinsatz entgleiste.

Julia von Staden ist Geschäftsführerin des Stuttgarter Vereins „Die AnStifter“, sie hat den zivilen Widerstand gegen das Bahnprojekt im Buch „Stuttgart 21 – eine Rekonstruktion der Proteste“ aufgearbeitet.

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