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Green Deal in der Kunst – Kann Kultur klimaneutral sein?

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Dietrich Brants diskutiert mit
Amelie Deuflhard, Künstlerische Leiterin, Kampnagel Hamburg
Achim Könneke, Würzburger Bündnis KlimaKultur
Hans-Peter Schuster, Geschäftsführer, Lenbachhaus München

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Die Klimawirkung von Kunst und Kultur ist in Deutschland ein weitgehend blinder Fleck. 2021 hat die Kulturstiftung des Bundes erstmals die Klimabilanzen von Kultureinrichtungen untersucht. Ergebnis: Nach guten ersten Schritten gibt es noch sehr viel zu tun.

Kann Kultur überhaupt klimaneutral arbeiten? Lässt sich das in Ausstellungshäusern mit dem Jet-Set der Bilder vereinbaren? Wie kann ein Theater sich am Kampf gegen den Klimakollaps beteiligen? Oder eine Bibliothek der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, Klimaziele zu erreichen, gerecht werden?

„Wenn wir jetzt heute sagen, wir wollen klimaneutral sein, dann müssen wir das Haus zusperren.“ Hans-Peter Schuster, Geschäftsführer der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München

Klimawandel Zug statt Privatjet – Auftragsstudie der Band Massive Attack gibt Tipps für klimafreundlichere Live-Tourneen

Welchen Anteil hat die Live-Musikindustrie am Klimawandel, und wie kann sie ihren CO2-Ausstoß verringern? Forscher der britischen Universität Manchester haben dazu eine Studie mit Empfehlungen vorgelegt, die Künstlern helfen sollen, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern und ihren Einfluss auf den Klimawandel und seine Auswirkungen zu begrenzen. Dafür haben sie seit Herbst 2019 den Fußabdruck der britischen Trip-Hop-Band Massive Attack analysiert .  mehr...

Gespräch Selbstkritischer Blick auf den CO2-Fußabdruck: Studie der Kulturstiftung des Bundes zu ,,Klimabilanzen in Kulturinstitutionen"

Städte und Länder hätten sich Klimaziele gesetzt und dazu gehörten auch die Überlegungen, wie öffentlich geförderte Kultureinrichtungen zukünftig ihren Beitrag zu einer angestrebten Klimaneutralität leisten könnten, sagt Dr. Sebastian Brünger von der Kulturstiftung des Bundes in SWR2 Kultur Aktuell. Das sei eine gigantische Aufgabe, die nur geschafft werden könnte, wenn sie als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen werden würde. ,,Und hier auch Kultur und Kultureinrichtungen ihren Beitrag liefern. Und hier ist die spannende Frage, ob eben langfristig nicht auch bestimmte Auflagen gemacht werden und die Vergabe von Fördermitteln gekoppelt wird an bestimmte Umweltziele, z.B. eben an die Auflage, eine Klimabilanzierung durchzuführen. Und das sind die spannenden Fragen, die in nicht allzuferner Zukunft auf uns zukommen werden," so Brünger.
In dem bundesweiten Pilotprojekt ,,Klimabilanzen in Kulturinstitutionen" hat die Kulturstiftung des Bundes 19 Kultureinrichtungen aus verschiedenen Sparten dabei unterstützt, eine Klimabilanz zu erstellen und den eigenen CO2-Fußabdruck zu ermitteln.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

SWR2 Feature | das ARD radiofeature Grüne Bilanzen – Nachhaltiges Rechnen im Bio-Landbau

Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan für nachhaltiges Wachstum beschlossen: den European Green Deal. Damit soll Europa auch mit Hilfe eines nachhaltigen Finanzwesens klimaneutral werden.  mehr...

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SWR2 Geld, Markt, Meinung Geht uns der grüne Strom aus?

Der Klimawandel treibt die Energiewende voran. Damit wir in Zukunft weitestgehend klimaneutral leben können, brauchen wir aber viel mehr erneuerbare Energien als heute:  mehr...

SWR2 Geld, Markt, Meinung SWR2

Umwelt Finnlands Kampf gegen den Klimawandel – Mit Apps und Atomkraft

Finnland will bis 2035 klimaneutral werden. Das Land setzt dabei auf smarte IT-Lösungen, auf alternative Energiegewinnung wie Erdwärme, aber auch auf Atomkraft. Von Christoph Kersting. Manuskript zur Sendung:

Von Christoph Kersting  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Feature Das Klima, das Wohnen und das Holz – Die Vision vom Bauhaus der Erde

Wie wir leben und wohnen hat Einfluss auf den Klimawandel. Bauhaus-Initiativen suchen nach Lösungen. Ist Holz als Baustoff eine Alternative zu Beton?  mehr...

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Bühne „Ökozid“ von Andres Veiel am Schauspiel Stuttgart: Die Aktenlage zur Klima-Apokalypse

Wer trägt die Verantwortung für den Klimawandel? Wir alle, aber „alle“ heißt auch immer: niemand ist ganz konkret verantwortlich. Das Stück „Ökozid“ von Andres Veiel und Jutta Doberstein benennt Verantwortliche für die verheerenden Folgen der Klimakrise.
Das Stück, das am Wochenende am Schauspiel Stuttgart Premiere hatte, spielt im Jahr 2034 – eine Gruppe von Ländern des Globalen Südens verklagt die Bundesrepublik. Sie fordern, dass sich Deutschland an den Kosten für die Folgen der Krise beteiligt: Jährlich 60 Milliarden Euro. Verantworten müssen sich die Regierungen Schröder und Merkel – dafür, dass sie Klimaschutzmaßnahmen verwässert oder nicht umgesetzt haben.
Intendant Burkhard Kosminski verwischt in dieser packenden Inszenierung ganz bewusst die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, die Botschaft des Stücks: der Klimawandel ist hier, wer jetzt nicht handelt, für den wird es 2034 zu spät sein  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

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