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„Natürlich bin ich am Ende des Tages nur ein Girl, das witzige Sachen ins Internet schreibt. Aber mir folgen Chefredakteure, Staatssekretäre, Politiker und wichtige Menschen." Jörg Armbrüster spricht mit der Autorin und Moderatorin.

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Von „alten, weißen Männern“ und „Männerwelten“

Aufgewachsen im Kaiserstuhl, zog es Sophie Passmann erst nach Köln und dann nach Berlin. Dort war ihr letzter medienwirksamer großer Coup die Sondersendung „Männerwelten“ auf ProSieben. Der von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf produzierte 15-Minüter will verständlich machen, was Sexismus und Frauenfeindlichkeit im Alltag bedeuten.

In ihrem viel diskutierten Buch „Alte, weiße Männer“ wiederum ging die 26-Jährige der Frage nach: wer sind die von Feminist*innen so gehassten „alten, weißen Männer“ — und sind sie vielleicht doch ganz nett?

Passmann will unterhalten

Sie selbst sieht sich zwar als Feministin, allerdings sei sie keine Aktivistin, sondern „radikal humoristisch“ — deshalb käme es vor, dass sie feministische Bücher schreibe oder eben eine Fernsehsendung zum Thema präsentiere, ihr Job sei es aber nicht, über die Dinge aufzuklären, sie wolle unterhalten.

„Leute denken, man würde sich aussuchen, sich über die Welt lustig zu machen — aber das ist keine bewusste Reaktion“, erklärt Passmann. Vielmehr sei die ironische Haltung zur Welt eine Charakterfrage.

Macht der Sozialen Medien

Ihre ironische Haltung lebt sie auch auf Twitter aus, wo ihr über 139.000 Menschen folgen. „Gehört zu werden ist eine Machtdimension, ein riesiges Privileg“, sagt Passmann, sie versuche allerdings nicht mehr als eine Stunde täglich mit dem sozialen Netzwerk zu verbringen.

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