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Gute internationale Absprachen seien erforderlich, um zu verhindern, dass sich einzelne Länder einen exklusiven Zugriff auf einen Corona-Impfstoff zu sichern versuchten, so Maike Voss von der Stiftung Wissenschaft und Politik, SWP, anlässlich der internationalen Geber-Konferenz in Brüssel.

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO sei dazu als „normwirkende, wissenschaftliche Institution“ in der Lage, die „die Verteilung von Impfstoffen, Therapeutika und Diagnostika“ voranbringen könne. Das gelte auch nach der Kündigung der USA, so Voss in SWR2.

Nachdem sich die EU-Staaten mit pharmazeutischen Unternehmen und großen Stiftungen zusammengeschlossen hätten, lasse sich auch Druck auf Staaten wie die USA und China ausüben, die sich bislang an der Initiative nicht beteiligten, so Voss. „Wir brauchen eine große, internationale Kooperation, um den Impfstoff auch wirklich verteilen zu können.“ Um eine Kommerzialisierung des Impfstoffes zu verhindern, müsse die Mittelvergabe an Unternehmen allerdings von vornherein an Bedingungen geknüpft werden. „Schon bei der Forschungsentwicklung müssen wir darüber sprechen, wie am Ende verteilt wird“, so Voss in SWR2.

Maike Voss arbeitet in der Stiftung Wissenschaft und Politik über Fragen internationaler Kooperation in Gesundheitsfragen.

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