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Von Petra Haubner

Geschichte eines wiederkehrenden Erfolgsmodells Polka Dots: bunte Punkte auf der Retrowelle

Doch nicht nur die Queen repräsentierte das britische Königshaus in Polka Dots, auch Lady Di zeigte sich im Kultmuster. (Foto: dpa / imago -)
Lady Di zeigte bereits 1986 eine Vorliebe für das Erfolgsmodell Polka Dots ... dpa / imago -
Eine königliche Tradition, die offensichtlich auch in der nächsten Generation gepflegt wird: Auf ihrer aktuellen Ozeanien-Reise folgten Prinz Harry und seine Frau Meghan einer Einladung zum Weitwurf von - natürlich gepunkteten - Gummistiefeln. Beim "Welly Wanging" in Auckland konnte sich das Team um Meghan am Ende durchsetzen. imago - Andrew Parsons / Dominik Lipinski
Und auch 2018 kam man kaum um die Polka Dots herum. Waren die auffälligen Punkte in den letzten Jahren hauptsächlich noch in der Rockabilly-Szene verbreitet, so ist der Trend 2018 endgültig im Mainstream angekommen. dpa / imago -
Dabei ist das Trendmuster keinesfalls eine Eintagsfliege der Designer, sondern blickt auf eine lange Geschichte in Kunst und Kultur zurück. dpa / imago -
Den Ursprung fand der Trend in den späten 1850er Jahren, als die Polka in Amerika für Aufruhr sorgte. Das Erkennungszeichen der Szene? Die kultigen Punkte. Hier zu sehen: amerikanische Polka-Tänzer mitte des 20. Jahrhunderts. dpa / imago -
Den richtigen Durchbruch des Musters verursachte allerdings das Sexsymbol Marilyn Monroe. Die damalige Miss America sorgte mit ihrem knappen Outfit für viele schlaflose Nächte. dpa / imago -
Schon bald waren die Kleider mit dem markanten Muster nicht mehr aus den amerikanischen Geschäften wegzudenken. dpa / imago -
Eines der berühmtesten Gesichter des Trends ist eine Maus: Spätestens dem ersten Mickey Mouse Film 1928 sind Minnie Mouse und das rot-weiß gepunktete Kleid unzertrennlich. Bis heute trägt Minnie dieses Kleid. dpa / imago -
Selbst vor der Musikbranche machte der Trend keinen Halt, Bob Dylan zeigte sich häufig im Punkt-Muster. dpa / imago -
Zwar ist Frank Sinatra eher für seine klassische Robe bekannt, dennoch widmete er in "Polka Dots and Moonbeams" dem Muster einen eigenen Song. dpa / imago -
Heute verbindet man Elvis Presley hauptsächlich mit weißen Anzügen, doch gerade in den Anfangstagen seiner Karriere trug Presley gerne Polka Dot. dpa / imago -
Musiker Prince († 2016) war berühmt für seine auffälligen Bühnenoutfits. Bei einem Auftritt 1988 setzte die Stilikone auf Dots. dpa / imago -
Gleich doppelt punkten konnte Musikerin und Schauspielerin Doris Day 1963, als sie mit einer Kombination aus Hut und Bluse auf dem roten Teppich erschien. dpa / imago -
Wer nun allerdings denkt, nur in Film, Fernsehen und Musik sei das Muster verbreitet, der irrt. Denn auch der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill trug gerne gepunktete Fliegen. dpa -
Wer könnte Stilsicherheit und Eleganz besser repräsentieren, als die Queen persönlich? Auch Elizabeth II. setzte schon vor vielen Jahren auf Polka Dots. dpa / imago -
Nicht zu verwechseln mit Dianas Kleid: das Trikot für den besten Bergfahrer beim Radfahrwettbewerb "Tour de France". dpa / imago -
Gar ihr gesamtes künstlerisches Schaffen verschrieb die japanische Künstlerin Yayoi Kusama den gleichmäßigen Punkten. dpa / imago -
In ihren Installationen bezog sie gleich ganze Räume mit dem Muster. dpa / imago -
Kurz bevor sich Kusama 2006 in eine Nervenheilanstalt einweisen ließ, rief sie die Punkte gar als ihre persönliche Verbindung zum Universum aus. dpa / imago -
Auch auf die großen Laufstege der Modehauptstädte Paris, Mailand oder New York hat es das ausgefallene Muster in den vergangenen Jahren immer wieder geschafft. dpa / imago -
Dabei auffallend: auch beim Mann setzt die Haute Couture auf Punkte. dpa / imago -
On Point: Die US-amerikanische Tänzerin Dita von Teese, die wohl wichtigste zeitgenössische Vertreterin des Burlesque, setzt häufig auf Polka Dots. dpa / imago -
Nicht nur gepunktete Kleidung kann den Körper schmücken, auch die Haut selbst. Beim angesagten Tattoo-Stil "Dotwork" entsteht ein großes Bild aus vielen gleichmäßigen Punkten. Bei der Stilrichtung "Realistic Trash Polka" werden grafische Elemente mit realistischen Motiven kombiniert - auch hier stets im Vordergrund: der Punkt. dpa / imago -
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