Soundkunst

„Fühlerskop“: Beim Stuttgarter Current-Festival den Sounds der Stadt lauschen

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Der deutsche Architekt Benjamin Frick und der französische Künstler Julien Fargetton haben gemeinsam das „Fühlerskop“ entwickelt, einen skurrilen Apparat zur akustischen Stadterkundung.

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In öffentlichen Performances demonstrieren sie die Maschine beim „Current“-Festival in Stuttgart, Interessierte dürfen die Apparatur auch selber testen. Benjamin Frick erklärt: „Das Spektakuläre gibt es überall — wenn wir es auf neue Weise entdecken.“

Julien Fargetton bei seiner Fühlerskop Performance im Rahmen des „Current“- Festival für Kunst im urbanen Raum in Stuttgart (Foto: Pressestelle, Julien Fargetton und Benjamin Frick, Fühlerskop, 2021 CURRENT – Kunst und urbaner Raum ©Luzie Marquardt)
Julien Fargetton bei seiner Fühlerskop Performance im Rahmen des „Current“- Festival für Kunst im urbanen Raum in Stuttgart Pressestelle Julien Fargetton und Benjamin Frick, Fühlerskop, 2021 CURRENT – Kunst und urbaner Raum ©Luzie Marquardt

Die nächste Gelegenheit das „Fühlerskop“ in Action zu erleben, ist nach Anmeldung am 14. September 2021 ab 18 Uhr in Stuttgart.

Stuttgart

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Gespräch Kunstaktion „Brasilien“ auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof: Mehr als eine Attrappe!

Der Schriftzug ,,Brasilien", der zurzeit auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof zu sehen ist, sorgt für Aufsehen. ,,Es stiftet zunächst mal Verwirrung", gibt Kurt Grunow von der Künstlergruppe ,,Stuttgarter Observatorium Urbaner Phänomene" (SOUP) zu. Im Gespräch mit SWR2 berichtet Grunow vom empörten Anruf einer Brasilianerin, die sich beschwert habe, ihr Land werde im Zusammenhang mit dem 2. Weltkrieg in ein schlechtes Licht gerückt. ,,Da ist einiges schiefgelaufen", meint Grunow selbstkritisch und erklärt: Die etwa 1,5 Meter hohe Lichtinstallation spiele zwar auf einen unter dem Codewort ,,Brasilien" gelaufenen Versuch der deutschen Luftabwehr im 2. Weltkrieg an, mit einer Attrappe des Bahnhofs außerhalb der Stadt alliierte Bomber zu täuschen. Doch sei die historische Metapher leicht zu erkennen, wenn man bedenke, dass das Bahnhofsgebäude durch eine Entkernung sich allmählich auch zu einer leeren Hülle entwickle.
,,Wir wollen ein Angebot zum Nachdenken schaffen über Architektur und Stadtentwicklung", sagt Grunow. Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem ab 9.September stattfindenden ,,Current"-Kunstfestival in Stuttgart, an dem auch SOUP teilnimmt. Bei ,,Current" werden zahlreiche Kunstwerke den städtischen Raum kritisch beleuchtet. Grunow sieht das 10-tägige Event als Gelegenheit, sich zu überlegen ,,wie man partizipatorische Prozesse in die Stadtentwicklung einbinden kann". Der ,,Brasilien"-Schriftzug über dem Bahnhof sei ein Teil davon; er habe eine ,,rätselhafte, besondere Ausstrahlung".
Kurt Grunow stammt aus Voehrenbach im Schwarzwald und studierte in Berlin, Freiburg und an der Freien Kunstschule Nürtingen sowie in Stuttgart. Er ist Mitbetreiber des Ausstellungsraums ,,Oberwelt e.V." in Stuttgart und des Künstlerkollektivs SOUP, sowie Kunstdozent an der Kunstakademie Esslingen.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Nachruf Sabine Breitsameter zum Tod des Soundscape-Pioniers Raymond Murray Schafer

Raymond Murray Schafer ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Sabine Breitsameter würdigt den Klangsammler und Begründer der Soundscape-Bewegung. Er hat außerdem die Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Klang erforscht und den Begriff akustische Ökologie geprägt. Zudem war er ein bedeutender Komponist.  mehr...

SWR2 Mehrspur. Radio reflektiert SWR2

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