Tagesgespräch

Fridays for Future zur Energiekrise: Die Erneuerbaren müssen massiv ausgebaut werden

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AUTOR/IN
Sabine Hackländer

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Fridays for Future hat eine positive Bilanz des Aktionstags für den Klimaschutz gezogen. Im SWR2 Tagesgespräch sagte die Sprecherin Darya Sotoodeh, man sei sehr zufrieden, da sich viele Menschen an den Kundgebungen beteiligt hätten.
Von der Bundesregierung forderte sie, die Anstrengungen für den Klimaschutz zu verstärken. Die aktuelle Energiekrise sei auch darauf zurückzuführen, dass die erneuerbaren Energien nicht rechtzeitig genug ausgebaut worden seien. "Das zeigt noch einmal: so etwas darf nicht noch einmal passieren." Die Politik müsse für den kommenden Winter vorbauen und jetzt damit beginnen, "die Erneuerbaren massiv auszubauen." Eine solche Investition komme der Allgemeinheit zugute. "Es ist der falsche Weg, fossile Energien weiterhin zu subventionieren."
Die Sprecherin von Fridays for Future räumte allerdings auch ein, dass nicht alle fossilen Energiequellen sofort abgestellt werden könnten. Deshalb sei die Bundesregierung beispielsweise im Fall des Gasimporteurs Uniper zum Eingreifen gezwungen gewesen und habe das Unternehmen verstaatlichen müssen.
Mit Blick auf die Energiekrise wies Darya Sotoodeh ebenfalls darauf hin, dass Sozial- und Klimapolitik zusammengehörten. "Wir können Energie- und Klimakrise mit den gleichen Mitteln bekämpfen." Als Sofortmaßnahme machte sie sich für eine Energiegrundsicherung stark. "Menschen, die Sorge hätten, ihren Strom nicht bezahlen zu können, müssen entlastet werden."

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Sabine Hackländer