Mainz Carl T. Frank: Verraten vom eigenen Mieter

Stolperstein in der Kaiserstraße 94

Als wohlhabender, angesehener Bürger von Mainz fühlte er sich vor den Nazis sicher…

Kurzbiografie:

Carl Theodor Frank war Holzhändler in Mainz: Erfolgreich, wohlhabend, angesehen. Bei der Mainzer Liedertafel war er Mitglied der Weinprüfungskommission.

Ihm gehörte ein großes feudales Haus am Rhein, der Pensionär bewohnte die gesamte erste Etage, die übrigen Wohnungen hatte er vermietet.

Nach der Reichpogromnacht machte ein Mieter die SS darauf aufmerksam, dass der Hausbesitzer Jude sei - so kam er billig selbst in dessen Besitz.

Frank erlebte noch die Bombardierung und den Zusammenbruch des Hauses - dann wurde er deportiert nach Theresienstadt. Der alte Mann war blind. Nach zwei Monaten auf einem Dachboden verhungerte er.

Die Furcht

Experimenteller Kurzfilm zu Carl Theodor Frank

"Besonders faszinierend war für mich die außerordentliche Stärke, die er bewies: Mit enormer Standhaftigkeit beharrte er trotz des Wissens um die Konsequenzen auf seinem Recht, in seinem Heimatort leben zu dürfen", sagt der Filmstudent Nicholas Dues aus Mainz.

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