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Ein Jahr nach Hanau: Prominente Autor*innen wie Deniz Utlu und Alice Hasters diskutieren in Frankfurt über kulturelle Diversität

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Ein Jahr nach dem rechtsextremistisch motivierten Anschlag von Hanau, bei dem der Attentäter neun Menschen mit Migrationshintergrund erschossen hat, veranstaltet das Frankfurter Literaturhaus das Festival „Wir sind hier“. Prominente Autor*innen und Journalist*innen wie Deniz Utlu, Alice Hasters, Hengameh Yaghoobifarah oder Ronya Othmann lesen und diskutieren über ihre Erfahrungen mit kultureller Diversität und Rassismus.

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Obwohl das Festival nur online läuft, ist die Resonanz darauf schon im Vorfeld groß. Ein Zeichen, dass das Frankfurter Literaturhaus damit den Nerv der Zeit trifft.

Vom 18. - 20. Februar können Sie das Festival hier live verfolgen.

Zu den Autor*innen

Buch der Woche Deniz Utlu - Gegen Morgen

Sind mit Vollendung des dreißigsten Lebensjahres nicht die meisten Entscheidungen getroffen und die großen Chancen versäumt? In Deniz Utlus zweitem Roman „Gegen Morgen“ hadert nicht mehr blutjunger Berliner mit dem Erwachsenenwerden, mit Verantwortung und Verzicht.  mehr...

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Literatur Albtraumhafte Realität: „Ministerium der Träume“ von Hengameh Yaghoobifarah

Hengameh Yaghoobifarah, bekannt als taz-Kolumnist*in, legt mit „Ministerium der Träume einen Debütroman vor. Die Geschichte von Nasrin und Nushin erzählt von Träumen und Traumata zweier Schwestern, die nach der Flucht aus Teheran mit ihrer Mutter in Deutschland landen — Rassismus trifft auf migrantische Selbstverteidigung.  mehr...

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Buchkritik Ronya Othmann - Die Sommer

Ronya Othmann erzählt in ihrem Debüt von der Zerrissenheit eines jesidischen Mädchens, das in Deutschland aufwächst, deren familiäre Wurzeln aber im kurdischen Teil Syriens liegen. Sommer für Sommer besucht Leyla die väterliche Verwandtschaft, die erst vor den Truppen Assads, dann vor den Schergen des IS fliehen muss. Ein politisch relevanter Text, leider erzähltechnisch überfrachtet.
Rezension von Carsten Otte.


Hanser Verlag
ISBN 978-3-446-26760-2
295 Seiten
22 Euro  mehr...

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Gespräch Idil Baydar wirbt mit Klischees für Toleranz: "Isch bin soo sauer"

Vor fünf Jahren tauchte Idil Baydar quasi aus dem Nichts beim maßgeblichen Video-Online-Portal auf: ihre selbst erdachten Sketche als "Ayşe", die vorlaute Ghetto-Braut mit Migrationshintergrund, machten sie berühmt und brachten ihr Fernsehauftritte ein.  mehr...

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Buchkritik Max Czollek - Gegenwartsbewältigung

Die einzige wirkliche Integrationsleistung der Bundesrepublik sei die Eingliederung von Nazitätern in die jungen demokratischen Strukturen nach 1945 gewesen. Diese These vertritt Max Czollek, der mit dem Kampfruf "Desintegriert Euch!" vor zwei Jahren gegen die Heuchelei des deutschen Selbstbilds wetterte. Auch in seinem neuen Essayband "Gegenwartsbewältigung", der sich fast tagesaktuell mit Corona, rechtem Terror, und der Erinnerungskultur beschäftigt, argumentiert Czollek polemisch, kompromisslos und messerscharf. Rezension von Phillip Kampert. Hanser Verlag ISBN 978-3-446-26772-5 208 Seiten 20 Euro  mehr...

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