Gespräch

Europäisches Zentrum für jüdische Gelehrsamkeit in Potsdam: „Wir verbinden jüdische Wissenschaft mit Tradition“

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„Wir sind ein Symbol für die geistige Renaissance jüdischen Lebens nach der Shoa“, sagt Rabbiner Edward van Voolen über das neue Europäische Zentrum für jüdische Gelehrsamkeit, das am 18. August in Potdsam eröffnet wird.

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Die Unterbringung von drei Rabbiner-Seminaren unter einem Dach sowie der Neubau einer Synagoge gebe die Chance einer ständigen Zusammenarbeit. „Wir verbinden also Wissenschaft mit Tradition“, formuliert van Voolen als Anspruch, um auch aktuelle Themen wie Klima, Pluralität, Wirtschafts- und Medien-Ethik unter dem Blickwinkel jüdischer Theologie in Lehre und Forschung einbinden zu können. „Wir werden sehr viele Menschen anziehen aus der ganzen Welt“, glaubt van Voolen und nennt anstehende Studierenden-Austauschprojekte mit Frankreich und Russland.

Durch den Neubau einer Synagoge in Potsdam, die dem neuen Zentrum angegliedert wird, sei eine Verankerung jüdischen Lebens in der Stadt möglich. „Wir sind eine offene Institution“, sagt van Voolen über das Zentrum und seine Anbindung: „Wir sind Teil des Diskurses, der in Europa zu jüdischen Themen stattfindet.“

Der Rabbiner Edward von Toolen stammt aus Utrecht und ist Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern und von Göttingen. Er ist Direktor des neuen Europäischen Zentrums für Jüdische Gelehrsamkeit und lehrt dort Liturgie und Homiletik.

Stuttgart

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Die Nationalsozialisten zerstörten während ihres Regimes viele Leben, die das kulturelle Leben in Deutschland und Europa noch lange hätten bereichern können. Auf diese immensen Verluste wollen der Bildhauer Thomas Duttenhoefer und der Publizist Oliver Bentz in ihrem Projekt „Jüdische Köpfe“ aufmerksam machen.  mehr...

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Mannheim

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Mit dem Jubiläumsjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ wolle man zeigen, dass Juden in Deutschland Teil der Gesellschaft sind und dass sie hier auch eine Zukunft haben, sagt Rita Althausen, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Mannheim in SWR2. Zudem wolle man ein Zeichen setzen gegen den sich ausbreitenden Antisemitismus: „Wir können immer nur appellieren an die Gesellschaft, dass sie aufsteht gegen diese Strömungen und dass sie sieht, was das Judentum zu bieten hat — nicht nur die Shoah, sondern so viel in Literatur, Kultur, Philosophie“.  mehr...

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Fürth

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Isaak Hallemann, Leiter des jüdischen Waisenhauses in Fürth versteckte die Thorarollen und kam mit den ihm anvertrauten Kindern im Konzentrationslager um. Auf einem Zettel hatte er in Hebräisch das Versteck beschrieben.  mehr...

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