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EU-Gipfel debattiert erneut zum Brexit: Johnsons Mikado-Strategie und ihr Schaden

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Boris Johnson hat der EU Druck gemacht beim Brexit. Der britische Premier will sich am Freitag, 16.10., dazu äußern, ob ein Handelsabkommen zum Brexit noch zustande kommt. Volkswirtschaftler Rolf Langhammer rät dazu, den Briten soweit wie möglich Zugeständnisse zu machen: „Die Alternative ist der große Knall.“

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Langhammer, der gerade an einem Brexit-Gutachten für das Bundeswirtschaftsministerium arbeitet, hofft: „Vielleicht setzt in London ja auch ein Lernprozess ein.“ Deshalb sieht er die Möglichkeit eines „kleinen“ Handelsabkommens, das nur Industriegüter einschließe, aber keine Dienstleistungen.

Im Fall eines Fehlschlags bei den Verhandlungen ist sich der Wissenschaftler vom Kieler Institut für Weltwirtschaft sicher: „Die Briten haben die größeren Verluste, aber wir würden auch leiden.“ Er vermutet bei Johnson eine Mikado-Strategie: „Wer sich zuerst bewegt verliert.“ Leider werde auch in der britischen Öffentlichkeit der Brexit von der Corona-Lage verdrängt. Langhammer glaubt: „Das spielt Johnson in die Karten.“

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