STAND
INTERVIEW

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Leitlinien zur Triage, also der Entscheidung wer bei knappen Kapazitäten behandelt wird und wer nicht, orientieren sich an Dringlichkeit und Aussicht auf Erfolg der Behandlung, erklärt der Ethiker Bert Heinrichs im Gespräch mit SWR2. „Das ist ungeheuerlich, aber es sind auch ungeheuerliche Zustände“, erklärt Heinrichs. Gesetzliche Regelungen sieht er skeptisch, immerhin gebe es Leitlinien für Ärzte, diese aber müssten letztlich die Verantwortung für ihre Entscheidungen selbst tragen.

In einigen deutschen Krankenhäusern reichen die Kapazitäten nicht mehr zur Behandlung aller Covid-Patient*innen aus. Für Aufsehen sorgten Aussagen des Ärztliche Direktor des Oberlausitzer Bergland-Klinikums, Mathias Mengel, dass sie in seiner Klinik bereits mehrfach vor die Entscheidung gestellt waren, welche*r der Covid-Patient*innen mit Sauerstoff versorgt werden könnten und welche*r nicht.

Medizin Triage: Was bedeutet das?

Wenn ein Arzt entscheiden muss, wem er hilft und wem nicht, spricht man von Triage. Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie Auswahl. Angeblich musste Triage in einer sächsischen Klinik bereits angewandt werden. Doch inzwischen gab es ein Dementi.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Ethik Triage in der Corona-Krise – Wie Ärzte über Leben und Tod entscheiden

"Triage", ein Begriff aus der Notfallmedizin, kann deutsche Intensivstationen erreichen: Ärzte müssen über Leben und Tod entscheiden, wenn Beatmungsgeräte nicht für alle Covid-19-Patienten reichen.  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Medizinethik Problem Triage bei Covid-19 Patienten: Der Preis der Rettung

Patienten aussortieren. In Krisenzeiten müssen Ärzte entscheiden wer gerettet wird und wer nicht. Wie?  mehr...

odysso extra SWR Fernsehen

Die zweite Corona-Welle

Die Corona-Lage: Der Virologe Bodo Plachter im Gespräch Der Modellversuch im Saarland ist ein Risiko

Was ist von Armin Laschets Idee eines „Brückenlockdowns“ zu halten? Sind Modellversuche wie die im Saarland zu Lockerungen richtig und notwendig, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu sammeln? Und was hat Portugal besser gemacht als Deutschland? Christoph König im Gespräch mit dem Virologen Prof. Bodo Plachter, Universitätsmedizin Mainz  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Freiburg

Medizin Uniklinik Freiburg: So ist die Corona-Lage auf der Intensivstation

Seit mehr als einem Jahr kämpft das Personal in den Kliniken um das Leben schwer kranker Covid-19-Patient*innen. Dazu kommen andere Notfälle und Schwerkranke. Eine Dauerbelastung. Unser Medizinreporter war auf der Intensivstation der Uniklinik Freiburg. Ralf Caspary im Gespräch mit Dr. Patrick Hünerfeld, Arzt und SWR Medizinreporter.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

Kommentar Astrazeneca erst ab 60: Die neue Impf-Empfehlung wirft Fragen auf

Nach weiteren Fällen von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung hat die Stiko ihre Impf-Empfehlung geändert: In der Regel sollen nur Menschen über 60 mit Astrazeneca gegen Covid-19 geimpft werden. Die Regelung wirft Fragen auf, kommentiert Franziska Ehrenfeld.  mehr...

SWR2 Impuls SWR2

SWR Wissen Astrazeneca-Impfstoff – Neue Hinweise auf Komplikationen

Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Astrazeneca-Impfstoff nur noch für Menschen ab 60 Jahren. Zu groß sei das Risiko von gefährlichen Sinusthrombosen im Gehirn, vor allem bei jungen Frauen.  mehr...

Tübingen

Gesellschaft Modellversuch Tübingen verlängert: Fast wie früher, nur mit Maske

„Wir machen so etwas wie Eurodisney Tübingen“, erklärt ein Besucher am Wochenende - er hat nach einem negativen Corona-Schnelltest ein Tagesticket bekommen und macht nun etwas, was in der Pandemie aufregend geworden ist: einen Einkaufsbummel. Seit dem 16. März ist Tübingen Corona-Modellstadt, an neun Teststationen wird getestet, bislang wurden 50.000 Schnelltests gemacht. Der Andrang war so groß, dass am Osterwochenende nur noch Menschen aus dem Kreis Tübingen hier einkaufen und bummeln können. Oberbürgermeister Boris Palmer will nun „länger testen und mehr Daten sammeln, um wirklich sicher zu sein, ob die Idee funktioniert, ob wir so viele positive rausfischen, dass wir die Pandemie vielleicht sogar besser unter Kontrolle halten als wenn wir alle nach Hause schicken, wo sie sich dann privat anstecken“.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Gespräch Rapper Smudo über seine Corona-App „Luca“: Nicht motzen, sondern mitarbeiten

„Die Pandemie betrifft uns alle“, sagt Rapper Smudo von den „Fantastischen Vier“ in SWR2. Man könne sich jetzt hinstellen „und zu den Motzern gehören“ oder konstruktiv mitarbeiten. Smudo selbst ist finanziell an der App „Luca“ beteiligt, mit der die Kontaktnachverfolgung von Corona-Verdachtsfällen erheblich einfacher werden solle.
Statt im Café, Restaurant oder Museum Zettel auszufüllen, könne man das mit „Luca“ digital erledigen – im großen Maßstab. Die App setze bei der Pflicht zur Dokumentation der Kontaktdaten in Gaststätten, sagt Smudo. Genau wie es das Infektionsschutzgesetz vorsehe. Die Blickrichtung sei eine andere als bei der Corona-Warn-App. Es gehe darum, die Kontakt-Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter zu beschleunigen und dem „Datensalat“ einer Vielzahl von Besucher*innen-Daten schneller Herr zu werden.
Mit „Luca“ seien Anrufe vom Gesundheitsamt nicht mehr nötig, weil die App direkt mitteile, wenn das Gesundheitsamt auf die Daten von Besucher*innen eines bestimmten Ortes zugreife. Es sei völlig in Ordnung, dass der Staat sich auf solche privaten Produkte und Initiativen stütze.  mehr...

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