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Eigentlich wollte Karin Schmidt-Friderichs Architektin werden. Nach abgeschlossenem Diplom und einigen Berufsjahren wagte sie sich jedoch an etwas ganz Neues: Sie wurde Verlegerin. Erfolgreich noch dazu und seit 2019 steht Schmidt-Friderichs an der Spitze des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels — der wichtigsten Interessenvertretung der deutschen Buchbranche.

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1960 geboren und in Mainz aufgewachsen, war Karin Schmidt-Friderichs mit dem Buchwesen anfangs vor allem über ihren Mann verbunden: Dieser leitete die Druckerei seiner Familie, während Schmidt-Friderichs ihr Architektur-Studium absolvierte und „nebenbei“ zwei Töchter aufzog.

Die ideale Kombination von Leidenschaft, Leichtsinn und Leistungsbereitschaft

Anfang der 1990er Jahre — als sie ihre ersten Berufsjahre als Architektin bereits absolviert hatte — reifte die Idee, Bücher nicht nur zu drucken, sondern auch selbst zu verlegen. Besonders schöne Bücher, als Fachverlag für Typographie, Grafikdesign und Werbung: Der Verlag Hermann Schmidt wird neu aufgestellt.

„Ich glaube, das war so eine Mischung aus Mut, Leidenschaft und jugendlichem Leichtsinn. Das ist ja manchmal gar nicht so schlecht, wenn das zusammenkommt — und Leistungsbereitschaft.“

Karin Schmidt-Friderichs

Erfolgreiche Verlegerin und gut vernetzt in der Buchbranche

Schnell hat sich der Verlag etabliert, die Bücher werden regelmäßig mit renommierten Preisen ausgezeichnet. Karin Schmidt-Friderichs und ihr Mann und Geschäftspartner Bertram werden zu viel gefragten Expert*innen in ihrem Metier. Schließlich beginnt die Verlegerin, sich im Börsenverein des Deutschen Buchhandels zu engagieren.

Als zweite Frau überhaupt an der Spitze des Börsenvereins

2019 wird sie an dessen Spitze gewählt, als zweite Frau in der 200-jährigen Geschichte des Vereins, der u.a. die Frankfurter Buchmesse organisiert, den Friedenspreis verleiht und an hunderten Entscheidungsprozessen rund um das Verlagswesen, Buchhandlungen und Zwischenhändler*innen beteiligt ist.

Wie ist die Buchbranche durch die Coronakrise gekommen? „Die Pandemie hat die Buchbranche schwer getroffen, aber auch große Energie freigesetzt. Alle haben angepackt und sich mit viel Kreativität der Situation gestellt", sagt @KFriderichs auf unserer Wirtschaftspressekonferenz. https://t.co/fcNfeOkYgX

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