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Nach 50 Tagen im Amt habe Biden in seiner TV-Ansprache einen Fahrplan skizziert und ein „Aufbruchsignal“ gesendet, sagt Christian Lammert, Politikwissenschaftler, in SWR2: „Ab dem 1. Mai sollen alle US-Bürger und Bürgerinnen ein Impfangebot haben und Biden hat in Aussicht gestellt, dass man am 4. Juli den Unabhängigkeitstag zusammen mit seiner Familie feiern kann“.

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Am Anfang seiner Rede habe Biden sehr viel Empathie und Verständnis für die schwierige Situation der Leute gezeigt. Und er habe betont, dass die Politik zusammen mit den Bürgern arbeitet und dass man „die Distanz, die sich in den USA zwischen Elite und Gesellschaft zeigt, dass man das hinter sich bringen muss“.

Start einer neuen Sozialpolitik in den USA?

Mit seiner Rede habe Biden das Vertrauen der Bürger*innen eingefordert, um durch solch eine Krise zu gehen. Auch das 1,9 Billionen US-Dollar schwere Hilfspaket war Thema. Manche werten dies als Startsignal einer neuen Sozialpolitik in der größten Wirtschaftsmacht der Welt, erklärt Lammert, der amerikanische Innenpolitik am John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerika-Studien der FU Berlin lehrt.

Publikumsnähere Politik als Donald Trump

Anlass der TV-Ansprache war der Jahrestag der Verkündung von Restriktionen infolge der Pandemie. Biden blickt auf einen relativ erfolgreichen Start seiner Amtszeit zurück.

Aber nicht alles ist gelungen: So sind die parteipolitischen Gräben in Washington weiterhin nicht überwunden. Aber die Fernsehrede könnte ein Signal sein, meint Lammert, dass Biden in naher Zukunft seine Politik öfter und publikumswirksamer erkläre — und damit die Trump-Ära allmählich in Vergessenheit gerate.

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