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Die Lebensrealität schwarzer Menschen in Deutschland sichtbar zu machen und dazu konkrete und differenzierte Daten zu erheben, das sei das Ziel des ersten Afrozensus in Deutschland, sagt Joshua Kwesi Aikins. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Entwicklungspolitik und postkoloniale Studien an der Uni Kassel und Senior Researcher bei der Organisation Citizens for Europe.

Citizens for Europe gehört zu den Unterstützer*innen des Projekts Afrozensus, das vom Verein „Each One Teach One“ initiiert wurde.

Die große Online Umfrage Afrozensus. Meldet euch an: https://t.co/wPvhyyqXeb https://t.co/tihIkUXqPq

Der Afrozensus wird digital erhoben, möglichst viele afro-diasporische Gemeinschaften sollen sich daran beteiligen. Es gebe eine lange Tradition von konkretem Rassismus gegen schwarze Menschen in Deutschland, macht Aikins deutlich. Es gehe jedoch nicht nur darum zu zeigen, dass schwarze Menschen „einfach passive Opfer von Rassismus“ wären, sondern zu verdeutlichen, wie vielfältig und unterschiedlich afro-diasporische Gemeinschaften wären.

Sie leisteten seit Generationen einen Beitrag zu unserer Gesellschaft. Über diese Tatsachen ins Gespräch zu kommen, wäre das Ziel des Zensus. Aikins hofft damit einem „Ideal einer Gesellschaft, die sich gegen Rassimus wendet, ein Stück näher zu kommen“, so der Mitinitiator des ersten Afrozensus in SWR2.

Forum | Diversity-Tag Kreativ und effizient – Was bringt Diversity am Arbeitsplatz?

Es diskutieren:
Prof. Dr. Barbara Schwarze, Gender und Diversity Studies, Hochschule Osnabrück
Dr. Rainer Hank, Publizist und Wirtschaftsjournalist, Frankfurt a.M.
Tijen Onaran, Unternehmerin und Diversity-Beraterin, Berlin
Moderation: Lukas Meyer-Blankenburg  mehr...

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Kulturmedienschau Rassismus in den USA und in Deutschland | 29.5.2020

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd fragt Samira El Ouassil auf Spiegel Online, ob die deutsche Empörung über den US-Rassismus, nicht eher dazu diene, „uns selbst zu vergewissern, dass wir keine Rassisten sind“. Und für die Welt ist die Frankfurter Buchmesse zu Pandemie-Zeiten ein „Widerspruch in sich“. Auf Zeit Online erinnert Georg Seeßlen in einem Nachruf an die Schauspielerin Irm Hermann als „bezaubernde Nicht-Schauspielerin des deutschen Kinos“.  mehr...

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Literatur | Corona-Bibliothek Schwarz, ostdeutsch, Frau: Olivia Wenzels Debütroman „1000 Serpentinen Angst“

Dieser Roman ist eine Bereicherung für die deutsche Gegenwartslitertur: Olivia Wenzel schreibt, wie es ist, als schwarze Frau in Ostdeutschland aufzuwachsen - vielstimmig, reflektiert und dicht.  mehr...

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Gespräch Blackfacing im Karneval: „Spaß hört auf, wenn Menschen sich diskriminiert fühlen“

Die Diskussion um rassistische, an die Kolonialzeit erinnernde Kostüme in der Karnevalszeit hält an. Blackfacing nennt man es, wenn Weiße sich schminken, um Schwarze darzustellen. Tahir Della von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland fordert ein Umdenken.  mehr...

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Feature Täter in Uniform – Polizeigewalt in Deutschland

Sind Misshandlungen, Totschlag und Mord im Polizeidienst "bedauerliche Ausnahmen"? Amnesty International kritisiert seit Jahren strukturelle Polizei-Gewalt in Deutschland.  mehr...

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