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Das Wahlergebnis zur Nachfolge des scheidenden Stuttgarter Oberbürgermeisters Fritz Kuhn von den Grünen ist keine Überraschung, sagt Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider in SWR2. Mit über 30 Prozent der Stimmen hat CDU-Kandidat Frank Nopper den ersten Platz belegt. Veronika Kienzle, die Kandidatin der Grünen, blieb bei 17 Prozent.

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Landeshauptstadt für die Grünen kein Selbstläufer

Frank Noppers Erfolg führt Brettschneider auf dessen Strategie zurück: „Er hat viel auf seine Erfahrung gesetzt – das zählt in Corona-Zeiten“. Im konservativen Lager habe Nopper auf diese Weise „alles herausgekitzelt“.

Dass die Kandidatin der Grünen, Veronika Kienzle, nur 17 Prozent bekam, zeige, dass die Landeshauptstadt für die Grünen kein „Selbstläufer“' sei: „Das kann man schon interpretieren als einen Denkzettel, was die Arbeit von Fritz Kuhn betrifft“, sagt Brettschneider.

Wahlkampf um jede Stimme

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 habe im Wahlkampf keine große Rolle gespielt, dafür aber Themen wie Wohnungsbau und bezahlbare Mieten. Für den zweiten Wahlgang am 29. November prophezeit Brettschneider einen zugespitzten Wahlkampf, bei dem es auf jede Stimme ankomme.

Kienzle müsse sich nun im nicht-konservativen Lager nach Partnern umsehen. „Sie muss eine Koalition hinter sich versammeln, die nicht diese konservative Politik will“, so Brettschneider.

Prof. Frank Brettschneider ist Kommunikationswissenschaftler an der Universität Stuttgart-Hohenheim.

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