Gespräch

Erste Queere Woche Tübingen – Maren Kroymann im Gespräch

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„Ich würde sagen, es ist in vielen Menschen beides vorhanden: der Anspruch, dass wir aufgeklärte Menschen sind und keine Vorurteile haben. Und dann ganz tief drin, ganz unten irgendwo, ist noch das Gefühl: es ist doch nicht normal und das ist nicht das Richtige“, sagt die Schauspielerin und Satirikerin Maren Kroymann über die Vorurteile gegen queere Menschen.

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Sexueller Machtmissbrauch und Diskriminierung hängen zusammen

Das sei beides gleichzeitig da in unserer Gesellschaft: Die Begriffe „schwul“ und vor allem „lesbisch“ seien immer noch oft negativ besetzt, so Kroymann. Wenn man einen queeren Menschen kenne, wenn der eigene Sohn schwul oder die eigene Tochter lesbisch ist, dann sei allerdings die Möglichkeit doch größer, dass man mitfühle.

Die Diskriminierung von queeren Menschen müsse jedoch auch politisch und nicht nur menschlich reflektiert werden. Die Themen sexueller Machtmissbrauch und Diskriminierung hängen nämlich zusammen, meint Maren Kroymann. Die Geschichten von Betroffenen würden nicht gerne gehört, wenn sie vom Mainstream abweichen.

Die Gesellschaft tendiert zu „naturgewachsener Selbstgefälligkeit“

Es gebe eine Tendenz in unserer Gesellschaft zu einer „naturgewachsenen Selbstgefälligkeit“ von der Art: „So wie ich bin, ist es richtig, und die anderen sollen sich mal ein bisschen anstrengen, die müssten eigentlich auch so sein wie ich.“

Maren Kroymann ist mit dabei bei der Eröffnung der ersten Queeren Woche Tübingen. Am 22.10. spielt sie im Sudhaus Tübingen ihr Programm „In my Sixties“.

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