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Deutschland gilt als vorbildlich in der Aufarbeitung der eigenen Geschichte, doch auch in anderen Ländern hat die Erinnerungskultur große gesellschaftliche Relevanz. In Ruanda sei die Erinnerung an die Verbrechen ein Vierteljahrhundert nach dem Völkermord allgegenwärtig, sagt der Historiker Michael Brenner in SWR2.

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„Man kann dem überhaupt nicht entkommen“, sagt Michael Brenner mit Blick auf die Erinnerungskultur in Ruanda. Dennoch gebe es bestimmte Tabus in der ruandischen Gesellschaft. Zum Beispiel werde nie offen darüber gesprochen, wer zu welcher ethnischen Gruppe gehöre.

Derzeit vergleicht eine Tagung im Mainzer Landtag das Erinnern und Gedenken der drei Länder Deutschland, Israel und Ruanda miteinander. Michael Brenner, Professor für Jüdische Geschichte und Kultur in München und Washington, ist Referent.

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