Konstanz Emma Wippler: Ihre Depression wird ihr zum Verhängnis

Stolperstein in der Kanzleistraße 7

Wie ist es, wenn man nie genau weiß wann und wie die Ehefrau, Mutter und Großmutter gestorben ist? Roland Didra hat die Geschichte seiner Großmutter selbst recherchiert. Und herausgefunden, dass seine Großmutter, Emma Wippler, ein Euthanasieopfer des Nationalsozialismus ist. Ihr Mord wurde von den Nationalsozialisten gezielt vertuscht.

Kurzbiografie:

Emma Wippler, geb. Schweizer, (*05.06.1882), wurde mit 58 Jahren ermordet. Sie war sechsfache Mutter.

Mit 30 Jahren hatte sie Eugen Wippler geheiratet. Sie erkrankte psychisch und wurde depressiv. Darum war sie ab 1929 elf Jahre durchgängig Patientin in der Heil- und Pflegeanstalt Reichenau.

Das war ihr Todesurteil im Rahmen der so genannten Aktion T4: der Euthanasiemorde in der Zeit des Nationalsozialismus.

Emma Wippler wurde am 27. Juni 1940 von der Heil- und Pflegeanstalt Reichenau abgeholt. Wenige Stunden später wurde sie in Grafeneck vergast.

Zwei Dokumente zum Tod von Emma Wippler:

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