Freiburg Else Wagner: "Nimm mich doch mit heim!"

Stolperstein in der Carl-Kistner-Str. 2

Else Wagner wurde 1933 in die Heil- und Pflegeanstalt Emmendingen eingewiesen, für ihre neun Kinder eine schwierige Situation. "Es hat mich niemand in den Arm genommen, oder mich mal getröstet, das hat mir halt arg gefehlt, die Liebe" erinnert sich ihre Tochter Irene Schäuble.

Kurzbiografie:

Else Wagner (*1897). Die Weißnäherin hatte 1920 einen Mann mit fünf Kindern geheiratet. Von ihrer Familie wurde sie daraufhin enterbt.

Sie selbst bekam noch vier weitere Kinder und schien mit ihren Betreuungsaufgaben überfordert.

Deportation nach Grafeneck

1933 wurde sie als psychisch krank eingestuft und in der Heil- und Pflegeanstalt Emmendingen untergebracht.

Von dort wurde sie am 6. August 1940 in die Tötungsanstalt Grafeneck auf der Schwäbischen Alb verlegt und noch am gleichen Tag ermordet.

Aufnahme des Gebäudes, in dem die Menschen vergast wurden (Foto: Gedenkstätte Grafeneck -)
Vergasungsgebäude in Grafeneck Gedenkstätte Grafeneck -
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