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Ein Jahr nach dem Tod von George Floyd: Rassismus bekämpfen heißt das System verändern

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Nur durch systematische Veränderungen und mehr Verständnis für die Gefühle der Mitmenschen können wir Rassismus in Deutschland und anderswo bekämpfen, betont der Mitbegründer des Bündnisses #youthagainstracismffm, Joel Ghirmay, gegenüber SWR2.

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Im Journal am Mittag sagt der Schwarze Aktivist: „In Deutschland habe ich das Gefühl, dass ich Rassismus erst beweisen und eine Hausarbeit darüber schreiben muss, warum etwas rassistisch sein könnte.“ Selbst dann müsse er noch auf das Urteil der Dominanzgesellschaft warten. Das müsse sich dringend ändern — es brauche die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen.

Nach dem Mord an George Floyd sei — auch in Deutschland — das Interesse der Gesellschaft an der Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus gewachsen. Dennoch hätten die Geschichten prominenter Schwarzer wie Rosa Parks und Martin Luther King noch immer viel zu wenig Platz in der Öffentlichkeit.

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Auch die koloniale Vergangenheit, wie etwa der Genozid an den Herero und Nama im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika werde so gut wie gar nicht im Schulunterricht behandelt. „Ich denke, wenn man das aufarbeiten würde, könnte man den Rassismus in der deutschen Gesellschaft viel besser verstehen“, so Ghirmay.

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