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Dunja Hayali: Drohungen und Beleidigungen in Sozialen Medien zermürben die Gesellschaft

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Hass und Gewalt in Sozialen Medien seien nicht nur ein Problem für die betroffenen Journalist*innen oder andere Berufstätige, sagt ZDF-Moderatorin Dunja Hayali in SWR2. Denn Bedrohungen und Beleidigungen schwappten auch auf die Straße über, „und wir sollten das als demokratische Gesellschaft ernst nehmen“, so Hayali.

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Sticheleien im Alltag zermürben die Gesellschaft

Der ermordete Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke sei dafür „das tragischste von allen Beispielen“. Nach großen Anschlägen werde oft diskutiert und gebe es politische Sonntagsversprechen. Die Sticheleien im Alltag jedoch zermürbten auf Dauer die Gesellschaft.

Für sie selbst, sagt Hayali, sind Drohungen und Beleidigungen im Netz zum Alltag geworden. Allerdings habe sie sich auch freiwillig für ihre öffentliche Rolle entschieden, müssten gerade Journalist*innen offen für andere Meinungen sein.

Der Wertekompass hat sich bereits verschoben

Es gebe jedoch Grenzen: „Der sächsische Ministerpräsident hat gerade erst gesagt: ,Wenn etwas schwachsinnig ist, muss man auch mal sagen, dass etwas schwachsinnig ist‘. Denn unser Wertekompass hat sich ja bereits verschoben, und da müssen wir einfach aufpassen.“

Die Journalistin und ZDF-Moderatorin Dunja Hayali ist am 1. Juli zu Gast beim digitalen Mainzer Mediengespräch zum Thema „Medienschaffende unter Beschuss“.

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