Kommentar

„Documenta war kulturpolitisch und künstlerisch ein Desaster”

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AUTOR/IN
Ludger Fittkau

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„Der Antisemitismusskandal ist auch ein Ausdruck des künstlerischen Desasters”, sagt Kulturjournalist Ludger Fittkau, „Ruangrupa hat schlicht weg zu wenig kuratiert”. Man habe 1500 Künstlerinnen und Künstler aus befreundeten Kollektiven eingeladen und ihnen gesagt, dokumentiert eure solidarische Arbeitsweise, das künstlerische Produkt sei nicht so wichtig. „Die Kunst hat es so in den seltensten Fällen geschafft, sich über dem Niveau des exotischen Kunsthandwerks zu bewegen, die schon seit Jahrzehnten hierzulande in den ehemaligen Dritte-Welt-Läden angeboten wurden”, sagt Fittkau weiter. „Die Aufsichtsstrukturen der documenta haben versagt!”, resümiert er unmissverständlich weiter.
Lediglich, dass 700.000 Eintrittskarten verkauft wurden, sei eine der wenigen guten Nachrichten - zumindest eine gute für den ansässigen Hotel- und Gastronomiebereich.

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Ludger Fittkau