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INTERVIEW

Sie habe noch keine Zeit erlebt, in der sich sprachlich so viel verändere wie jetzt, sagt Annette Klosa-Kückelhaus vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim. Social Distancing, Corona-Abitur, Spuckschutz und Anderthalbmeter-Gesellschaft seien durch Corona neue Alltagsvokabeln geworden.

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Die Begriffe seien Neuschöpfungen aus dem neuen Alltag und den neuen Gegebenheiten, die bezeichnet werden müssten, erklärt Klosa-Kückelhaus. Die deutsche Sprache reagiere auf ihre Weise auf die Corona-Pandemie. Diese Flexibilität bezeichnet Annette Klosa-Kückelhaus als eine positive Entwicklung.

Ihre Prognose: viele, wenn auch nicht alle der neuen Vokabeln werden sich halten. „Viele spielerische Wortbildungen mit Corona, die jetzt mal ausprobiert werden, werden wahrscheinlich wieder verschwinden.“ Das hieße aber nicht, dass sie nicht irgendwann wieder auftauchen könnten!

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