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Die Kulturbranche gibt sich gern divers und weltoffen, aber beim Thema Geschlechtergerechtigkeit hinkt sie hinterher. Das hatte eine Studie des Deutschen Kulturrats 2016 festgestellt. Seither hat sich einiges getan, sagt Cornelie Kunkat vom Deutschen Kulturrat in SWR2 – vor allem habe das Thema eine größere Aufmerksamkeit erhalten.

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In Gremien und Jurys werde jetzt stärker auf eine geschlechtergerechte Besetzung geachtet. Aber: „Frauen sind im Mittelbau stark vertreten. Weiter oben zeigen sich strukturelle Defizite“. Kunkat erklärt das mit der Wirksamkeit von Stereotypen, etwa dem „männlichen Geniekult“. So seien bestimmte Instrumente in Jazz und Klassik nach wie vor männlich konnotiert.

Studie Frauen sind in der deutschen Jazzszene deutlich in der Unterzahl

Frauen sind in der Jazzszene noch immer unterrepräsentiert: Nur ein Fünftel aller Jazzmusizierenden sind weiblich. Das belegt jetzt die von der Deutschen Jazzunion herausgegebene Studie „Gender.Macht.Musik“. Laura Block ist Projektleiterin der Studie und gibt im SWR2-Musikgespräch Auskunft darüber, warum auf, aber auch hinter den Jazzbühnen noch immer Geschlechterungerechtigkeit herrscht. Es sei zwar in den vergangenen Jahren einiges in Bewegung gekommen, der Handlungsbedarf aber sei offensichtlich. Eine Quotenregelung zumindest in den Entscheidungsgremien sollte Standard sein, so Block.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Neue Musik Die Komponistin Elina Lukijanova: „Es gibt zu wenig Sichtbarkeit von Frauen“

„Meine Brüste sind mir nicht im Weg, wenn ich eine Partitur schreibe“, sagt Elina Lukijanova. Die Karlsruher Komponistin hat es satt, auf ihr Frau-sein reduziert zu werden. Sie gehört zu einer neuen Generation von Komponistinnen, die sich selbstbewusst in der so männlich dominierten Klassik-Szene behauptet.  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Workshop bei den ARD Hörspieltagen Kulturschaffende fordern Gleichberechtigung

Konkrete Ideen zur Umsetzung der Gleichberechtigung in Kunst und Kultur.  mehr...

Tagesgespräch Präsidentin des Deutschen Kulturrates, Keuchel: „Einnahmeeinbußen müssen kompensiert werden“

Die Präsidentin des Deutschen Kulturrates, Susanne Keuchel, fordert in der Corona-Pandemie mehr finanzielle Unterstützung für die Kulturbranche und eine langfristigere Perspektive. Im SWR Tagesgespräch sagte Keuchel, bisher hätten vor allem Solo-Selbstständige kaum profitiert. Die „Einnahmeeinbußen müssen kompensiert werden.“  mehr...

SWR2 Tagesgespräch SWR2

Gespräch Deutscher Kulturrat findet „Reichensteuer“ von Herbert Grönemeyer für Kultur „aus der Zeit gefallen“

Herbert Grönemeyers Solidaritätsapell für die Kultur an wohlhabende Menschen wird heiß diskutiert. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, ist wenig begeistert von der Idee: „Ich finde das ein wenig aus der Zeit gefallen“, sagt er im Gespräch mit SWR2. „Am besten kann man mehr für das Gemeinwesen tun, indem man mehr Steuern zahlt.“ Damit könne man Schulen, Öffentlichen Nahverkehr und natürlich auch die Kultur besser ausstatten. Eine Art „Sonderreichensteuer“ für Kunst und Kultur, wie Grönemeyer sie vorschlägt, ist für Zimmermann „nicht der richtige Weg.“  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

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