Gespräch

Digitale Erinnerung an den Holocaust: Das Crowdsourcing-Projekt der Arolsen Archives

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Die Arolsen Archives wollen mit #EveryNameCounts 30 Millionen Originaldokumente zur NS-Verfolgung allen Interessierten online zugänglich machen. Dafür setzen sie auf Crowdsourcing, also auf die Hilfe von Freiwilligen, die über eine Online-Plattform Namen und Daten aus den Dokumenten digitalisieren. Mehr als 10.000 Menschen hätten sich bereits für diese Arbeit registriert und schafften so ein lebendiges Erinnern, sagt Kerstin Hofmann, die das Projekt betreut.

Persönliche Geschichten der Verfolgten sollen Hass entgegenwirken

Das Projekt der Arolsen Archives soll ein Beispiel für die Arbeit der NS-Gedenkstätten sein, die auf einer internationalen Konferenz derzeit ihre Arbeit vorstellen. Von Hasskommentaren und Falschinformationen bleibt #EveryNameCounts dabei nicht verschont. Die Strategie des Archivs sei es, so Hofmann, den Anfeindungen die persönlichen Geschichten der Verfolgten gegenüberzustellen. Hofmann ist fest von der aufklärerischen Kraft der Originaldokumente überzeugt.

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Anlässlich des Holocaust-Gedenktages ruft die Israelitische Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW) dazu auf, die Erinnerung an die Opfer des Holocaust zu bewahren und weiterzutragen. „Die Menschen, die brutal und sinnlos umgebracht wurden, haben ein Recht darauf, dass man an sie denkt, dass man für sie Denkmäler errichtet“, sagte Michael Kashi, Vorstandsmitglied der IRGW im SWR.
Vor 25 Jahren hatte der damalige Bundespräsident Roman Herzog
den Tag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz – den 27. Januar - zum nationalen Gedenktag erklärt. In diesem Jahr steht die Gedenkstunde im Zeichen des Jubiläumsjahrs 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.  mehr...

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